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Kritik: Future Fluxus – ‚ Fuck the Universe and Say Yeah! ‚ (VÖ: 18. März 2011).

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FUTURE FLUXUS
Fuck the Universe and Say Yeah!

 

VÖ: 18. März 2011
Label: Nois-O-Lution (Indigo)
Titel: 09
Spieldauer: 48:31 Min

 

Ich betrachte nun schon seit einigen Minuten die Rückseite der CD und versuche zu verstehen und zu erklären, was ich mir da eigentlich ansehe. Es wirkt wie ein Satellit, eine Raumkapsel deren Einzelteile beschrieben sind, darunter eine Landkarte mit Kompass wie es die Seefahrer in der Aufklärungszeit benutzten. Ich hole mir etwas zu trinken aus der Küche. Ich setzte mich zurück an meinen Platz und sehe ein zweites Mal darauf und erblicke nun das, was anderen Menschen mit großer Wahrscheinlichkeit direkt in den Sinn gekommen sein muss: denn in Wirklichkeit wurde hier nur sehr geschickt an diese Dinge angelegt, dieses unförmige Gebilde mit Namen XIII ist in gewisserweise die darstellende Tracklist des Albums ‚ Fuck the Universe and Say Yeah! ‚ von Future Fluxus. Aha. Da haben wir doch gleich eine weitere Anlehnung und wohl auch die ausschlaggebende Antwort auf die vielen sinnlosen Überlegungen der letzten zehn Minuten.

 

Endlich denke ich mir, ist ein wenig Klarheit in mein Hirn geschossen. Ich schalte ab und lege die Platte unter den Laserstrahl. Und hier wartet bereits nach wenigen Sekunden die nächste Überraschung: ein Hyper-intervenierendes Schlagzeug springt mir von Hinten in den Rücken, ich falle, die Freude auf der gegenüberliegenden Seite scheint in diesem Moment grenzenlos. Mit ‚ Peter Plan vs. Future Fluxus ‚ bleibt nur wenig Zeit aus der vorübergehenden Erstarrung zu erwachen, den seltenen Schlägen auszuweichen und zu versuchen, eine Strategie gegen Future Fluxus zu entwickeln. Man denkt in diesem Moment eine für die kommenden Minuten zu haben? Da kann ich nur leise lachen. ‚ Darth Major ‚ fuchtelt vor der eigenen Nase mit den Fingern und zieht dir gleichzeitig von Hinten die Füße weg. Du wirst ein zweites Mal fallen, dir verwundert die Augen reiben und dir denken, verdammt wo bin ich hier nur gelandet?!

 

Wieder schenken dir Future Fluxus ab Mitte des Songs ein paar Sekunden um erneut auf die Beine zu kommen. Du wirst angeschlagen sein, die Vorzeichen wirken bedrohlich, das Album hat erst den dritten Track auf dich gefeuert. ‚ It’s Worse Than Ever ‚ sprengt dann jedoch alles an guten Gedanken, die wenige Sekunden vor Antritt der vormaschierenden Armee einer Zerstümmelung entgangen sind. Der restliche Teil auf ‚ Fuck the Universe and Say Yeah! ‚ verfolgt ähnliche Strategien, jedoch nicht minder Wirkungsvoll. Fast schon verstörend wirkt dann ein Stück wie ‚ Semicolon Bracket Close ‚ mit seinen klaren Melodien und eingängigen Text-Passagen. Insgesamt ist das Album ein wahrlicher Schlag ins Gesicht und mit vielen Seitenhieben versehen, die aufgrund der hohen Trefferquote erstmal abklingen müssen. Aber merkwürdigerweise dauert das nicht lange und schnell verspürt man die Lust auf eine zweite Runde mit Future Fluxus. Der Ehrgeiz hat mich gepackt und vielleicht, vielleicht kann ich dieses Mal ein paar Runden für mich entscheiden…

 

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