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Specials: Alles zur Entstehung und Geschichte der Post Punk Musik.

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Die Ursprünge des Post Punks sind in den späten 1970er Jahren zu finden und eine weitere Unterordnung der allgemeinen Rock Musik. Generell darf der Post Punk als Erweiterung zum Punk Rock gesehen werden, der Mitte der 70er Jahre seinen Aufstieg feiern durfte. Somit liegen die hauptsächlichen Wurzeln auch in der Punk Bewegung, mit Verknüpfungen zu einer eher introvertierten, komplexeren und experimentelleren Art. Der Post Punk darf zudem als Grundstein für den späteren Alternative Rock gesehen werden und erweiterte zugleich die Palette von Punk und Underground Musik.

 

Doch auch die Elemente des Krautrocks (markant hier die Verwendung von Synthesizern und umfangreichen Wiederholungen), jamaikanischer Dub (speziell im Bass) und US-amerikanischer Funk. Ja, Punk formte sogar traditionelle Gegenpole wie Disco Musik. Schlussendlich fand der Post Punk seinen Platz und Etablierung in den 1980er Jahren und führte zu einer maßgeblichen Entwicklung von Genres wie Gothic Rock, Industrial Musik und Alternative Rock.

 

 

Erfunden hat den Begriff in diesem Sinne der amerikanische Kritiker Greil Marus im Rolling Stones Artikel im Juli 1980, als er diese Erwähnung im folgenden Satz, „Britain’s postpunk pop avant-garde“ niederschrieb und dabei Bands wie Gang Of Four, The Raincoats und Essential Logic mit den Worten, „Sparked by a tension, humour, and sense of paradox plainly unique in present-day pop music.“ als Beispiele heranzog. Die erste Welle des Punks ergoss sich zwischen 1974-1975 über die Musiklandschaft und umfasste Bands wie die Sex Pistols, The Clash, The Ramones, Patti Smith und The Damned.

 

Schnell entstanden aus diesen damaligen Bands Nebenprodukte, die mehr Wert auf grundlegende Akkkorde und Progessionen Wert legten, mit grundlegendem Schwerpunkt in Geschwindigkeit. Doch während sich die reine Punk Musik bald zu einem unverkennbaren Sound entwickelte, folgten andere Gruppen nicht dieser strikten Linie und begannen mit gewagten Experimenten in den musikalischen Strukturen, lyrischen Themen und sich dabei sehr selbstbewusst präsentierten. Natürlich unter Beibehaltung des Images der Punk Musik.

 

Erste ernstzunehmende Vertreter waren hier unter anderem New Model Army, The Sound, Gang Of Four, Joy Division, New Order, Echo & Bunnymen, The Cure, Wire, The Jesus And Mary Chain und Tubeway Army. Magazine zum Beispiel wurde von einem Mitglied der Buzzcocks gegründet und Public Image Ltd entstanden durch die Sex Pistols. Es waren Bands die zum Höhepunkt 1977 der Post Punk Hysterie mitrollten und der Post Punk als eigenständige Richtung in seiner Vollständigkeit etablieren konnte. Andere Gruppen dagegen wie The Clash, blieben überwiegend Ihren Punk Wurzeln treu, doch wurden auch Sie hin und wieder von der Experimentierfreudigkeit der Post-Punk-Bewegung inspiriert. Besonders deutlich zu sehen ist es auf dem Album ‚ Sandinista! ‚ von The Clash.

 

Verfochten von Late-Night DJ John Peel und einigen Record Labels wie Rough Trade, Postcard Records und Mute Records, umfasste Post-Punk in dieser Zeit dennoch viele verschiedene Gruppen und Musiker. Der Einfluss diesen „neuen Sounds“ war deutlich auf der ganzen Welt zu spüren, wenngleich besonders die amerikanischen Bands nicht die weltweite Anerkennung wie Ihre englischen Kollegen genießen durften, fanden sich dennoch einige Ausnahmen darunter wie Pere Ubu, Suicide, Mission Of Burma, Australia’s The Birthday Party And The Church, Irleland’s U2 und The Virgin Prunes.

 

Eine weitere artverwandte Richtung entstand ungefähr 1977 mit der in New York geführten No-Wave-Bewegung in Verbindung mit der eurozentrischen Post-Punk-Bewegung. Dazu zählten Bands wie Teenage Jesus And The Jerks, Theoretical Girls und Sonic Youth. Dabei konzentrierte sich die No-Wave-Bewegung mehr auf diePerformance Kunst, als auf die tatsächliche kohärente musikalische Struktur. The Brian Eno produzierte eine No New York Compilation als Quintessenz und Beweis für die Geschichte des No Wave. Mit der Zeit entfernten sich die Bands wieder der ursprünglichen Post-Punk-Bewegung zugunsten neuer Sounds.

 

Viele der Post Punk Bands, vor allem The Cure und Siouxsie And The Banshees, wurden später mit der Gothic Subkultur assoziiert. Andere wiederum verschoben den Post Punk in die kommerzielle New Wave Szene wie die Talking Heads, während sich letztere auf die amerikanischen College Radios konzentrierten und so zum frühen Beispiel des aufsteigenden Alternative Rocks wurden, so zum Beispiel U2.

 

 

Am Ende des 21. Jahrhunderts entstand das Post-Punk-Revival aus den britischen und amerikanischen Alternative Rock, das schon sehr bald in vielen verschiedenen Ländern Ihre Fans finden konnte. Ein sehr frühes Zeichen für das Post-Punk-Revival war die Entstehung der unterschiedlichen Underground Bands Mitte der 1990er Jahre. Allerdings entstanden erst später kommerziell erfolgreiche Bands wie Elastica, Interpol, The Killers, The Kalmare und die Strokes.

 

Alle diese Bands spielten Musik mit erkennbaren Post Punk Einflüssen. Der moderne Post Punk aus unserer heutigen Zeit ist aus dem kommerziellen Gesichtspunkt wesentlich erfolgreicher, als es noch in den 1970er und 1980er Jahren der Fall war. Dementsprechend groß ist die Fangemeinde um das Post Punk Revival und vergleichbar mit den Revival Genres wie Electroclash aus den 80er Jahren.