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Kritik: Klaxons – ‘ Love Frequency ‘ (VÖ: 13.06.2014)

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Love Frequency

 

VÖ: 13. Juni 2014
Label: Because (Warner)
Titel: 11
Spieldauer: 46:07

 

Die Klaxons lassen (wie schon nach dem Debüt) auch bei Ihrem dritten Album ‘ Love Frequency ‘ die Einflüsse der letzten Platte ‘ Surfing the Void ‘ hinter sich und vertiefen sich in den 11 neuen Songs im spirituellen Gebiet des New-Rave Future-Funk. ‘ There Is No Other Time ‘ war die unbeschwerte und leicht verdauliche Eröffnung für den Sommer 2014. Die Klaxons haben die Produktion zu ‘ Love Frequency ‘ in die Hände von Tom Rowlands (Chemical Brothers), Erol Alkan und James Murphy (LCD Soundsystem) gegeben, die sicherlich Ihr Bestes gegeben haben, doch bereits nach den ersten Tracks wird es deutlich spürbar: Das Quartett aus London wirkt mit seinen tanzbaren Melodien noch immer sehr charmant, doch wirklich überspringen möchten diese Melodien nicht mehr auf den Hörer.

 

Die Klaxons haben schon viel erreicht, es gab den Mercury prize für ‘ Myths of the Near Future ‘ im Jahr 2007, brachten Ihre Alben in die Top 10, eröffneten die Comeback-Shows von Blur und einer von Ihnen schaffte es sogar, Keira Knightley zu heiraten. Trotzdem wählten Sie für Ihre eigene Release-Party einen kleinen Club im Osten Londons aus und das Signal war deutlich: Ihre Musik gehört auch weiterhin auf die Tanzfläche. “What could make us happier than playing in our spiritual home?“, so die Worte von Bassist und Sänger Jamie Reynolds. Während dieser Worte befinden wir uns bereits in der Strophe “If you believe in love/ Then I believe in you/ If you believe in truth/ There’s nothing we can do”, aus dem Song ‘ Out Of The Dark ‘ und erleben musikalisch den sonnigen Dunst aus Ibiza inklusive New Order Synths. Nett anzuhören, aber ebenso flott wieder vergessen.

 

Besser macht es da schon ‘ Children Of The Sun ‘ und gehört ohne Zweifel zu den bisher besten Tracks der Klaxons. Ein basslastiger Schamane schaufelt ein Grab für die sich unerbittlich wiederholenden Synths, während ein allmächtiges Prog-Monster aus dem Hintergrund die Szene mit einer todbringenden Säure überschüttet. Der Rest verkommt zwischen elektronischen Klängen, deren Zusammenhalt äußerst fragwürdig erscheint, und langweiligen Drei-Minuten-Instrumentals. Es mag hierbei dem ein oder anderen der unerwartete Minimalismus gefallen, doch sind es schlussendlich keine Songs, die man sich gerne öfters anhören möchte. Die Hoffnung ruht auf der Besserung im vierten Album.