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Platte der Woche #26: Martyn, The Air Between Words

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The Air Between Words

 

VÖ: 13. Juni 2014
Label: Ninja Tune (rough trade)
Titel: 10
Spieldauer: 52:46

 

Wenn es um neue Veröffentlichungen aus dem Hause Ninja Tune geht, dann entfachen diese Bekanntgaben auch immer eine ganz besondere Vorfreude im Inneren des eigen Körpers. Man denke dabei an Bonobo, The Cinematic Orchestra, Emika, FaltyDL, Kelis, Kid Koala, Mr. Scruff, Romare, oder Toddla T (nur um hier einige zu nennen). Ein weiterer dieser herausragenden Künstler ist Martyn, der uns nun drei Jahre nach seinem letzten Werk ‘ Ghost People ‘ mit einer neuen Platte beglückt. Diese heißt ‘ The Air Between Words ‘ und schon im Vorfeld wusste man – wenn man selbst auf innovative, intelligente und spannende elektronische Musik steht führt kein Weg an Martyn vorbei.

 

Der in Washington DC ansässige Niederländer gehört zu den besten Musikern seiner Szene und so verwundert es nicht, dass auch die neuen Tracks eine überwältigende Menge an unnachahmlichen Grooves bereit hält. Beispielsweise wird ‘ Glassbeadgames ‘ in Kollaboration mit Four Tet durch einen herrlich zukunftsorientierten Stil geprägt. Dieser ist so zart wie brachial, wenn gestaffelte-Drum-Sets mit komplizierten Klängen und verzerrten Gesängen aueinander prallen. Dazu herbe Peitschenhiebe als Antrieb und explodierende Synths als gewinnbringende Katalysatoren. ‘ The Air Between Words ‘ ist in gewisser Weise auch eine Rückbesinnung auf die Dubstep-Tracks der Anfangszeit seiner Karriere. Die Geschwindigkeiten bleiben bei 130bpm niedrig und so bleibt viel Zeit den Einklang aus aktueller Post-Dubstep-Bass-Musik und modernem UK Techno in vollen Zügen zu inhalieren.

 

‘ Empty Mind ‘ rollt als dickes Fass in schwer zu erreichende Gebiete, ‘ Two Leads and a Computer ‘ empfängt uns dann mit einem unheilvollen Grauen und unterströmenden Bässen. ‘ Like That ‘ und ‘ Fashion Skater ‘ führen uns am Ende dem epischen Finale entgegen. Hier heißt es sich zurücklehnen und zu genießen. Dieses Album bietet Tiefe und Qualität von Anfang bis Ende. Die darin enthaltenen Vintage-Referenzen bleiben ebenso unbeirrbar nach vorne gerichtet, wie der zielgerichtete Weg an die Weltspitze. Aber sein derzeitiger Platz neben den elektronischen Schwergewichten und Labelkollegen Four Tet oder dBridge ist auch nicht unbedingt der Schlechteste.