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Kritik: Bass Drum Of Death – ‘ Rip This ‘ (VÖ: 10.10.2014)

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10_ripthis_picboxR_5_10Bass Drum Of Death
Rip This

 

VÖ: 10. Oktober 2014
Label: nnovative Leisure (rough trade)
Titel: 10
Spieldauer: 30:31

 

Bass Drum of Death ist der epische Name des John Barrett aus Mississippi. Damit hat er es sogar in einen der Radiosender aus dem aktuellen Grand Theft Auto V geschafft. Und das mag was heißen. Im Vinewood Boulevard Radio sind übrigens auch zu hören: Hot Snakes, Wavves, Moon Duo und Thee Oh Sees. Doch zurück zum Thema: Die letzten beiden Veröffentlichungen ‘ GB City ‘ von 2011 und das selbst betitelte Album aus dem letzten Jahr waren vollgestopft mit Ty Segall-ähnlichen Haken, fusselnden Rhythmen und den typisch knurrenden Schreien von Barrett. Einzig und alleine die Produktion war gelinde geschrieben ziemlich beschissen. Bei seinem neuen Werk wurde dieser Punkt bereinigt und auch musikalisch orientiert man sich mehr in Richtung Punk und Garage Rock. Die letzte Konsequenz fehlt aber dennoch.

 

Dafür entfalten sich die Instrumente in einem schönen Glanz, Gitarre, Bass und Drums gedeihen in dieser Atmosphäre ausgesprochen homogen. Leider zischt und rauscht es an jeder Ecke und das hat nach ein paar Songs zur Folge, dass die ansonsten schmutzig klingenden Tracks relativ schnell flach und langweilig werden. ‘ Electric ‘ ist noch ein ziemlich druckvoller Einstieg, auch ‘ Sin Is In 10 ‘ fängt fix das Interesse des Hörers ein, aber ansonsten ist das Meiste absolut austauschbar. Bass Drum of Death hat sicherlich die benötigte Macht, um dem Namen gerecht zu werden, doch wird hier nicht der passende Sprengstoff gezündet. ‘ Rip This ‘ ist letztlich nur ein kleiner Schritt nach Vorne, doch die starke Vernachlässigung des eigenen Talents liegt rückwirkend noch lange Zeit schwer im Magen.