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Platte der Woche #11: Courtney Barnett, Sometimes I Sit And Think, And Sometimes I Just Sit

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10_SometimesISitandThink_picboxIn Ihrer ersten Single ‘ Pedestrian At Best ‘ und dem zweiten Track aus dem Debütalbum ‘ Sometimes I Sit And Think, And Sometimes I Just Sit ‘ sing die sympathische Courtney Barnett: “Put me on a pedestal, I’ll only disappoint you”. Darin verpackt finden sich ironische Beobachtungen und bissiger Humor. Es ist feinster Drückeberger-Pop. “Tell me I’m exceptional, I promise to exploit you.” In ‘ Depreston ‘ teilt Courtney Barnett während der Haussuche im Melbourner Vorort Preston so akribisch wie detailreich ihre Beobachtungen und stellt fest, dass sie sich in einer wirklich deprimierenden Gegend befindet. “We don’t have to be around all these coffee shops”.

 

Sometimes I Sit And Think, And Sometimes I Just Sit” wurde innerhalb von zehn intensiven Tagen in den Head Gap Studios in Melbourne aufgenommen und rückt Barnetts einzigartige, prägnante Sicht der Dinge in den Fokus. Deprimierende Anmietungen, tote Füchse, Beziehungen, die ins Nichts führen, ausweglose Vororte sowie ihre eigenen Ängste, Zweifel und Unsicherheiten – nichts entgeht Barnetts bissigem Humor. ‘ Kim’s Caravan ‘ ist finster gruselig, während ‘ An Illustration Of Loneliness (Sleepless In New York) ‘ geplagt von einer chronischen Schlafstörungen, eine wehmütige Hommage an die melancholische Einsamkeit der Hotelaufenthalte ist.

 

 

Ohne überzogene Instrumentierungen schafft es Barnett, eine makellos ehrliche Welt voller Humor, Selbstironie und Herzschmerz zu kreieren. Ein wundervolles und zeitloses Album ist es geworden. Vielleicht sogar ein Album für die Ewigkeit…