Specials: Geschichte und Hintergründe der englischen Post-Punk Band Joy Division – Teil 1.

am 03.05.2011 in Konzertberichte


 

Joy Division war ein englische Rock Band, die 1976 in Salford, Greater Manchester gegründet wurde. Ihr ursprünglicher Bandname war zu Beginn Warsaw und bestand aus den Mitgliedern Ian Curtis (Vocals, Gitarre), Bernand Sumner (Guitar, Keyboard), Peter Hook (Bass, Backing Vocals) & Stephen Morris(Drums, Percussions).

 

Geschichte

 

Joy Division wurden zu Beginn Ihrer Karriere dem Punk Rock zugeordnet, da sich viele Einflüsse in der eigenen Musik wieder fanden. Zugleich gelten Sie bis heute als eine der Vorreiter für die Post-Punk Bewegung der späten 1970er Jahre. In Übereinstimmung mit Musikkritiker Jon Savage, die Band “were not punk but were directly inspired by its energy”. Ihre in Eigenregie veröffentlichte EP ‘ An Ideal For Living ‘ erschien 1978. Joy Division’s Debütalbum ‘ Unknown Pleasures ‘ erschien ein Jahr später auf dem Label Factory Records von Tony Wilson. Die Presse und Kritiker überschlugen sich förmlich vor lobenden Worten und eröffneten der Band damit eine internationale Karriere in den kommenden Monaten.

 

Doch mit dem steigenden Erfolg der Band, überkamen Sänger Ian Curtis immer stärkere Depressionen und familiäre Probleme. Dazu gehörten eine gescheiterte Ehe und die Diagnose, an Epilepsie erkrankt zu sein. Die Auftritte wurden zunehmend schwieriger für Curtis und nicht selten hatte der charismatische Sänger einen Anfall während der Auftritte. Kurz vor Start der ersten Amerika-Tour im Mai 1980, Curtis, förmlich in Depressionen ertrunken, beging Selbstmord. Wenig später erschien das zweite Album ‘ Closer ‘ von Joy Division und Ihre Single ’ Love Will Tear Us Apart ‘ wurde höchster Charteinstieg in der Geschichte der Band. Nach dem Tod von Ian Curtis, die verbliebenen Mitglieder gründeten New Order, und erreichten gute Kritiken wie auch den kommerziellen Durchbruch in den folgenden Jahren.

 

FORMATION

 

Am 20. Juli 1976, Sumner und Hook (die seit dem elften Lebensjahr befreundet waren) besuchten gemeinsam die zweite Sex Pistols Show in der Manchester Lesser Free Trade Hall. Am folgenden Tag lieh sich Hook £35 von seiner Mutter, um sich dam it seine erste Bass-Gitarre zu kaufen. Sumner erklärte später einmal das die Sex Pistols, “destroyed the myth of being a pop star, of a musician being some kind of god that you had to worship”. Inspiriert von derPerformance, Sumner und Hook gründeten eine Band mit Ihrem Freund Terry Mason, der ebenfalls die Show gesehen hatte. Sumner kaufte sich eine Gitarre, und Mason ein Schlagzeug.

 

Sie holten sich Martin Gresty als Sänger in die Band, der jedoch bald wieder in einer Fabrik arbeiten sollte. In dieser Zeit fand man einen Zettel im Virgin Records Store in Manchester hängen, auf dem ein neuer Sänger für die BandWarsaw gesucht wurde. Ian Curtis, der die Drei bereits aus früheren Gigs her kannte bekam den Platz schließlich und musste dafür nicht einmal Vorsingen. Laut Aussage von Sumner, “”I knew he was all right to get on with and that’swhat we based the whole group on. If we liked someone, they were in.”

 

Buzzcocks Manager Richard Boon und Frontmann Pete Shelley einigten sich in dieser Zeit darauf, die Band unter dem Namen The Stiff Kittens auftreten zu lassen. Und so wurde das Quartett auch bei Ihrer ersten Performanceangekündigt, doch änderten Sie den Namen kurz vor Beginn in Warsaw um. Die Referenzen dazu finden sich im Song ‘ Warszawa ‘ von David Bowie. Warsaw spielten Ihren ersten Gig am 29. Mai 1977, als Support für die Buzzcocks, Penetration und John Cooper Clarke im Electric Circus. Nach Ihrem Auftritt wurde dieser von der überwiegenden Mehrheit als “desperate” und “nervous” beschrieben. Dennoch bekamen Sie nationale Aufmerksamkeit durch die folgenden Reviews von Paul Morley (NME) und Ian Wood (Sounds). Tony Tabac spielte an dem Abend Schlagzeug, nachdem er erst seit zwei Tagen mit in der Band war.

 

Mason wurde früh zum Bandmanager gewählt und Tabac wurde im Juni 1977 von Steve Brotherdale am Schlagzeug ersetzt. Während dieser Zeit bei Warsaw, wollte Brotherdale Curtis dazu überreden, lieber in seiner Band Panik zu singen. Im Juli 1977 wurden fünf Demotracks in den Pennine Sound Studios, Oldham, aufgenommen. Jedoch war die Band sehr unerfreut über das aggressive Verhalten von Brotherdale, so dass man das vierte Bandmitglied kurz nach den Demo-Sessions aus der Band schmiss. Zum gröhnenden Abschluss verpassten Sie Brotherdale noch einen platten Reifen, teilten Ihm mit diesen gerade gesehen zu haben, und rasten anschließend laut lachend davon.

 

Im August 1977, die Band platzierte in einem Musikladen die Mitteilung, wieder auf der Suche nach einem neuen Schlagzeuger zu sein. Gefunden haben Sie Stephen Morris, der dieselbe Schule wie Curtis besuchte. Deborah Curtis, Ian’s Ehefrau, meinte sogar, Warsaw wäre nun endlich eine “complete family”. Nachdem es aber in London bereits eine Band mit Namen Warsaw Pakt gab, nannten Sie sich zu Beginn des Jahres 1978 in Joy Division um. Den Namen Sie aus dem Roman “The House Of Dolls” von 1955. Im Dezember nahmen Joy Division das auf, was schlussendlich Ihre erste EP mit Namen ‘ An Ideal For Living ‘ werden sollte. Danach folgte noch der abschließende Gig als Warsaw bei New Years Eve bei The Swinging Apple in Liverpool. Der erste Auftritt als Joy Division absolvierte das Quartett am 25. Januar 1978 in Pip’s Disco in Manchester.

 

DIE FRÜHEN RELEASES

 

Joy Division nahmen auf Anfrage von RCA Records ein Cover von Nolan Porter’s ‘ Keep On Keepin’ On ‘ auf und verbrachten im Anschluss daran Ihre Zeit im Studio in Manchester. Joy Division nutzten dabei die Zeit zwischen März und April 1978, um an neuem Material zu arbeiten. Während dem “Stiff/Chiswick Challenge” Konzert im Rafters Club in Manchester am 14. April, hatte die Band auch die Aufmerksamkeit von Tony Wilson und Rob Gretton. Curtis beschimpfte an diesem Abend Wilson, dass dieser die Band nicht in der Show “So It Goes” auf Granada Television spielte. Daraufhin erwiderte Wilson das Joy Division die nächste große Band wären, die in seiner Sendung spielen durften.

 

Gretton, der auflegende Resident DJ, war so vom Auftritt der Band begeistert, dass er diese kurzerhand als Manager vertreten wollte. Gretton war besonders im späteren Verlauf für den öffentlichen Erfolg von Joy Division verantwortlich und das nicht zuletzt durch seine bessere Grundlage für kreative Vermarktung. Die Band nahm das erste Mal eigenes Material in der ersten Maiwoche 1978 in den Arrow Studios in Manchester auf. Doch die Gruppe war mit dem Chef John Anderson unglücklich, der in die Songs noch einen zusätzlichen Synthesizer reinmischte, um den Sound softer zu gestalten. Daraufhin fragten Joy Division bei RCA, ob man die gemeinsame Zusammenarbeit beenden könnte.

 

Joy Division machten Ihr Album Debüt im Juni 1978, als die Band in Eigenregie ‘ An ideal For Living ‘ veröffentlichte. Zwei Wochen später erschien der befindliche Track ‘ At A Later Day ’ darauf in der Compilation ‘ Short Circuit:Live At The Electric Circus ‘. In der Kritik im Melody Maker von Chris Brazier heißt es: “The familiar rough-hewn nature of home-produced records but they’re no mere drone-vendors – there are a lot of good ideas here, and they could be a very interesting band by now, seven months on”. Die Aufmachung von ‘ An Ideal For Living ‘ – das eine Zeichnung von Hitler Youth auf dem Cover beinhaltet – war die Verbindung zum natürlichen Bandname, gefüllt mit Spekulationen Ihren politischen Angliederungen.

 

Während Hook und Sumner später zugaben, durchaus vom Faschismus in dieser Zeit fasziniert waren, betonte Morris, das die Gruppe mit diesem Bild einzig den Wunsch verfolgte, die Erinnerungen an die Opfer von Ihren Eltern und Großeltern während des zweiten Weltkrieges wach zu halten. Er argumentierte das die Anschuldigungen der Neonazi-Sympathien nur von der Band provoziert wurden um “to keep on doing it, because that’s the kind ofpeople we are”. Im September 1978, Joy Division gaben Ihr Fernseh-Debüt bei der lokalen News Show Granada Reports, modiert von Tony Wilson. Später im selben Monat, Joy Division nahmen zwei Tracks mit Produzent Martin Hannett für die Double 7″ EP ‘ A Factory Sample ‘ auf.

 

Zugleich war es der erste Release auf dem Label Factory Records von Tony Wilson. Schnell stand die Band bei dem Label unter Vertrag, nachdem Sie sich selbstständig aus dem Vertrag mit RCA Records rausgekauft hatten. Rob Gretton wurde anschließend Partner der Band um deren Interessen gebührend zu vertreten. Am 27. Dezember 1979 hatte Ian Curtis dann seinen ersten eleptischen Anfall. Während der Rückfahrt vom Hope And Anchor Pub in London, bekam Curtis seinen nächsten Anfall und wurde ins Krankenhaus gebracht. Trotz seiner Krankheit ging die Karriere von Joy Division weiter. Am 13. Januar 1979 erschien Curtis auf dem Cover der NME Ausgabe. Im selben Monat nahm die Band Ihre erste Radiosession für BBC Radio 1 DJ John Peel auf.

 

 

weiter zu teil 2

 

 



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