Kritik: AWOLNATION – ‘ Megalithic Symphony ‘ (VÖ: 30.09.2011)
am 04.09.2011 in Kritiken
AWOLNATION
Megalithic Symphony
VÖ: 03. September 2011
Label: Red Bull Records
Titel: 14
Spieldauer: 58:12
Das Debüt-Album ‘ Megalith-Symphonie ‘ könnte ohne weiteres an die Blütezeit von Nine Inch Nails oder Ministry der 90er Jahre Industrie-Alternative-Rock anknüpfen. Awolnation spielt mit einem hohen Energie-Standart, versucht sich dabei in Neo-Punk und Electronica, aber letztendlich überzeugen die gut positionierten Songs durch Ihre schlagenden Haken. Es ist schwer einer Band zu widerstehend, die so optimistisch klingt wie Awolnation. Die Songs auf dem Album sind einfach gehalten und glänzen besonderes durch die große Arena-Rock-Qualität. Es gibt keinen Mangel an Synths, der elektronische Teil auf dem Album bleibt ausgewogen und zusammen mit dem Rave-Stil schmeckt ‘ Megalith-Symphonie ‘ wie die Marmelade auf dem Brot.
Vielleicht ist aber auch so mancher Song zu sicher gestaltet. Denn der ultra-sichere Stadion-Rock der späteren U2 in ‘ People ‘ ist zu fein geschliffen und auch der Gute-Laune-Glanz des James Blunt in ‘ Jump On My Shoulders ‘ hätte – würden hier die eingeworfenen Schreie fehlen – mehr etwas füre einen 40-jährigen Yoga-Enthusiasten sein. Doch zurückblickend gesehen, beginnt das Album mit ein paar starken Power-Pop Songs, wie ‘ Soul Wars ‘ und ‘ Burn It Down ‘. Der Gesang von Aaron Bruno passt perfekt zur Musik. Er zeigt zudem auch die stimmliche Bandbreite auf dem gesamten Album, oft hin-und hergeworfen zwischen rappen, schreien und singen innerhalb der einzelnen Songs. E stellt sicher, dass der Hörer niemals auf ‘ Megalith-Symphonie ‘ ermüden wird.
Das Album verbindet effektiv die Klänge aus einer Reihe von Genres, ohne sich abei zu weit in eine Richtung zu lehnen. Aaron mischt Soul, electronica, Rock und Hip-Hop zu einer einzigen, faszinierenden Sammlung. Und dieser Wunsch, alles einzuarbeiten, wurde am Besten im letzten Track ‘ Knight Of Shame ‘ zusammengefasst. Auf knappen 12 Minuten begibt sich ‘ Knights of Shame ‘ durch die musikalischen Einflüsse von Awol, während die hervorragende Produktion Ihr übriges dazu beiträgt. Wenn es das Ziel war, die Welt mit einem geschickt getarnten Mainstream-Rock zu erobern, dann dürfte der Erfolg nicht mehr lange auf sich warten. Das Album bietet ohne Frage frische Luft zum atmen und wenn hätte das Label die letzten paar Songs fallen gelassen, wäre es im Gesamten eine hervorragende Arbeit worden. Aber trotzdem gehört ‘ Megalith-Symphonie ‘ sicherlich zu einem der besseren Debüt-Alben des Jahres.
Awolnation – Sail (taken from the forthcoming Album “Megalithic Symphony”) by 247QM