März 3, 2012

Kritik: We Are Augustines – ‘ Rise Ye Sunken Ships ‘ (VÖ: 02.03.2012)

We Are Augustines
Rise Ye Sunken Ships

 

VÖ: 02. März 2012
Label: Oxcart Records (EMI)
Titel: 12
Spieldauer: 45:44

 

Nach dem großartigen ersten Stück ‘ Chapel Song ‘ folgt der enttäuschende Fall auf unmissverständliche Realitäten. We Are Augustines schwimmen auf der Welle emotionaler Ergüsse und gehen im zweiten Song ‘ Augustine ‘ in den schäumenden Wogen unter. Aber: es sollte ein bewusster Vergleich mit dem weiten weiten Meer sein, denn das Debüt ‘ Rise Ye Sunken Ships ‘ muss im richtigen Kontext stehen, damit die ausufernde Inspiration hinter dieser Musik aus energetischen und emotionalen Indie-Rock verstanden wird. In ‘ Headlong Into The Abyss ‘ ertönen die lautstarken Rufe, “Call the police/ go ahead call your shrink/ call whoever you want, call in the National Guard/ call the police, go ahead call your priest/call whoever you want“, während rohe Elemente den erneuten Aufstieg planen und sogar nicht davor zurückschrecken, in ‘ Book Of James ‘ die einst jungen U2 zu kopieren.

 

Aber der Band ist eine gewisse Neigung zu großen, emotionalen und hymnischen Rocksongs nicht abzusprechen. Zudem erinnern We Are Augustines an Bruce Springsteen mit seinen persönlichen, konfessionellen Texten und natürlich an The National. Doch ‘ Headlong Into The Abyss ‘ verwandelt die tiefgehenden Emotionen am Ende in einen tapferen und aufopferungsvollen Leidensweg. Am Ende stehen wir vor einer Erlösung und zugleich beginnt der Triumph durch flinke elektrische Gitarren, treibende Drums, pulsierende Basslinien und einer betörenden Stimme von Billy McCarthy im nächsten Stück ‘ Book Of James ‘. Zusätzlich erwarten den Hörer hier geschichtete Strukturen – einmal spärlich, dann wieder orchestralisch – ein begeisterndes Gefühl der Hoffnung mit Blick in die Zukunft.

 

‘ Barrel Of Leaves ‘ gehört dagegen zu den leiseren Songs, wie auch ‘ East Los Angeles ‘, begleitet von einer akustischen Gitarre, kargen Instrumentierungen und resignierten Texten, bringt es eine willkommene Abwechslung zum gängigen Kontext der Platte. ‘ Rise Ye Sunken Ships ‘ endet mit einem erneuten triumphalen Schlussakt: allmählich werden auf- und absteigende Schnipsel in den Himmel gepustet, bis diese plötzlich von einem elektronischen Ambiente erfasst werden und dann alles langsam in einer zarten Blässe verschwinden, bis nichts mehr davon zu sehen ist…

 

 

 

0 0 0 0 0



Copyright © 2009-2014 OhFancy! Blog / Design by T. Fuchs