Mrz 16, 2012

Platte der Woche #12: Die Kritik zum neuen Album ‘ Milk Famous ‘ der White Rabbits.

White Rabbits
Milk Famous

 

VÖ: 09. März 2012
Label: Mute – Aip (Goodtogo)
Titel: 11
Spieldauer: 45:12

 

Die White Rabbits eröffnen Ihre dritte Platte ‘ Milk Famous ‘ mit dem Titel ‘ Heavy Metal ‘, zugleich erste Single, und klingen eigentlich ebenso wenig danach – wie ein Superstar-Gewinner nach ernsthafter Musik. Es ist vielmehr eine fast panische Falsett-ausstrahlende Nervosität, dazu ein herrlich trauriger Gesang, ein rückwärtslaufender Piano-Loop und am Ende der erneute Beweis, weshalb die White Rabbits die Meister der Einleitung sind: “The Day You Won The War” zeigt beispielhaft den feiernden Auftakt, bevor sich erneut der frische Sound über diese Einführung legt. Zurück im zweiten Stück ‘ Everyone Can’t Be Confused ‘ blicken wir auf sirupartige Gesänge und kometenhafte Rock-Melodien. Das Album wurde von Mike McCarthy produziert, der in der Vergangenheit den Alben von Trail Of Dead oder Spoon den letzten Feinschliff verpasste.

 

‘ Are You Free ‘ lässt das erste Mal die schreienden Gitarren aus Ihren Käfigen und ‘ It’s Frightening ‘ beschwört Visionen, lässt Instrumente verschwimmen und besticht durch quietschende Synthies, dringliche Riffs und einem sanftmütigen Bass. Die White Rabbits pflegen auch bei ‘ Milk Famous ‘ Ihre Vorliebe für abstrakte Zusätze, die vermutlich manche für überflüssig halten, und doch das Album auf sehr sinnvolle Art und Weise ergänzen. ‘ I’m Not Me ‘ prallt mit einer explodierenden Ladung Garage-Rock durch die Strophen und verwandelt das Klavier von Ben Fold in eine pulsierende Geradeausfahrt, für dessen glückliches Ende nur eine letzte festsitzende Schraube verantwortlich scheint. Zugleich herrscht viel Dunkelheit über den neuen Songs der White Rabbits, deren neu gewonnene Komplexität jedoch kaum überhört werden kann.

 

‘ Milk Famous ‘ hat ein paar subtile Schnellfeuer-Percussions auf Lager, ebenso eingängigere Songs und kühle Dringlichkeiten. Insgesamt bieten die White Rabbits jede Menge Engagement, rätselhafte Texte und schwer zu fassende Stimmungen. Aber dafür erreicht die Band am Ende Ihren gewünscht spezifischen Sound und der Hörer darf sich darüber freuen.

 

 

 

 




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