Kritik: Ponyboy and Lovely Jeanny – ‘ The Live and Death of Ponyboy ‘ (VÖ: 18.05.2012)

am 22.04.2012 in Kritiken


Ponyboy and Lovely Jeanny
The Live and Death of Ponyboy

 

VÖ: 18. Mai 2012
Label: Snowhite (Universal)
Titel: 14
Spieldauer: 54:12

 

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Der Düsseldorfer Songwriter Thomas Baumhoff hat sein neues Album ‘ The Live and Death of Ponyboy ‘ mit zarter Babyblau-Farbe eingefärbt und doch lässt der Mann bereits mit seinem Albumtitel einen starken Kontrast entstehen. Aber kein Grund zur Sorge, denn die folgenden Songs sind wieder besonders dramatisch noch besorgniserregend. Es sind vielmehr wunderschöne Melodien, deren einzelnen Töne in ästhetischer Schönheit erstrahlen. In Eigenregie geschrieben, arrangiert und aufgenommen, unterstützt von fast 30 Musikern. In seinen Stücken verbindet Baumhoff Stimmungen und Stile, aber auch subtile Arrangements mit luftigen Indie-Pop Klängen. Ja selbst der Schabernack muss auf seinem Album nicht vor der Türe stehen bleiben.

 

‘ Trouble ‘ klimpert auf einem Banjo herum, während eine kleine dicke Trompete mit hängendem Kopf trotzige Kommentare zum Besten gibt. Das klingt alles ganz lustig, aber es bleibt die Ausnahme. Die Songs von Thomas Baumhoff sind oftmals zu Tode betrübt, wie It’s A Desease ‘, oder auch beschwingt rockig wie ‘ Monica Finkelstein ‘. Daneben finden allerdings ebenso Dixie und Blues Ihren festen Platz in den Geschichten von Ponyboy and Lovely Jeanny, wie auch etwas Zeit für Langeweile. ‘ The Railway ‘, ‘ Ballad Of The 23rd ‘ und ‘ Winnetou ‘ lenken daher Ihre Vorzüge auf die Texte und weniger auf die musikalische Untermalung.

 

Schlussendlich bleibt es schlicht und ergreifend Musik, die geschrieben wurde, um sie an einem warmen Sommerabend mit Freunden und Getränken in der freien Natur zu genießen – wahlweise auch auf dem Balkon eures Vertrauens. Aber wer sich bis jetzt die Frage stellte, weshalb Thomas Baumhoff sich eigentlich Ponyboy and Lovely Jeanny nennt – mit dem spreche ich nun kurz zum Abschluss über Lovely Jeanny. Denn Lovely Jeanny ist der musikalische Alleskönner Thomas Hannes, nicht nur Multi-Instrumentalist, sondern auch Studiobetreiber und Engineer. Eine Erwähnung ist das allemal wert.

 



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