Kritik: Umlala – ‘ Stand Go Show Shout ‘ (VÖ: 18.05.2012)

am 30.04.2012 in Kritiken


Umlala
Stand Go Show Shout

 

VÖ: 18. Mai 2012
Label: Snowhite (Universal)
Titel: 12
Spieldauer: 40:35

 

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Den wirklich einzigen Hinweis auf Ihre etwas ungewöhnlicher Herkunft gibt der Bandname Umlala. Von den damals erst 16−Jährigen Mitgliedern gegründet, stammt der erfrischende und jugendliche Sound direkt aus Israel. ‘ Baby Yog ‘ ist dann der abgefuckt-lässige Beweis dazu. Quirlige Gitarren unterstützen den intelligenten Dance-Punk und die eigenständige Note ist bereits nach wenigen Minuten nicht mehr von der Hand zu weisen. Musik, die Nachbarn in den kollektiven Nervenzusammenbruch treibt. Das ist gut so, dass stimmt positiv auf den nächsten Track ‘ Please ‘, der zugleich auch Single ist. Und hier schwenken Umlala in andere Gebiete. Die Melodien werden eingängiger, der Rhythmus wirkt aufgeräumter und alles zusammen schöpft Energie aus dem knackig-zackigen Schlagzeug.

 

‘ Unqualified Sailor ‘ schwächelt dann allerdings und so muss ‘ CD Drive Too Fast ‘ mit voller Wucht in die gefallene Atmosphäre brechen und diese erneut nach oben ziehen. Aber kein Problem! Der Track hämmert seine aufgekratzten Beats so dermaßen kompromisslos in die Gehörgänge – es benötigt keinerlei weiterer Erklärungen. ‘ I’ll Be Better ‘ strotzt kurz darauf nur so vor Selbstbewusstsein und zelebriert zugleich die pure Verachtung gegenüber der konventionellen Rockmusik. Wer braucht auch schon diese Art der Musik? Umlala definitiv nicht. Ihre Songs zersplittern oftmals gerne innerhalb der eigenen Strukturen, erforschen verheißungsvolle Genres, bündeln Ihre Erfahrungen und kehren mit der Beute gegen Ende des Songs zum ursprünglichen Ausgangspunkt zurück. Das hörbare Ergebnis ist dementsprechend einzigartig.

 

Ebenso wie Umlala – Nickelbrillenträger aus Israel, deren Musik aus unwegsamen und asymmetrischen Rhythmen besteht. Aber es sollte noch nicht alles gewesen sein: ‘ My PDF Files ‘ reißen den Hörer gnadenlos über den Haufen. Die nonchalanten Gitarren bieten dabei ein verwegenes Abenteuer in Saus und Braus. Genial! ‘ Your Fashion Addict ‘ ist ebenso voll von Momenten, die man nicht vergessen sollte. Die hüpfenden Synthies, die brechenden Strukturen – alles hier überschlägt sich. Schlussendlich darf festgehalten werden, Ihr Song ‘ Please ‘ wurde bewusst als Single konzipiert, der Rest besteht aus Witz, Kraft und Raffinesse. Das ist unverrückbar und das muss gehört werden.

 

 

 



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