Platte der Woche #14: Die Kritik zum Debütalbum ‘ Ride Your Heart ‘ von Bleached lesen (VÖ: 05.04.2013)

am 28.03.2013 in Kritiken, Platten der Woche


10_rideyourheart_picboxBleached
Ride Your Heart

 

VÖ: 05. April 2013
Label: Dead Oceans (Cargo Records)
Titel: 12
Spieldauer: 36:59

 

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Nach dem Zwillingspaar Tegan Rain Quin und Sara Kiersten Quin, den beiden Schwestern Colette und Hannah Thurlow aus London, folgen jetzt Jennifer und Jessie Clavin von Bleached aus Los Angeles. Zuvor spielten sie in der Punk-Band Mika Miko und nach dieser Zeit ging Jennifer nach New York, spielte in anderen Bands und ging auf Tour, ähnlich erging es Jessie in Los Angeles. Doch sie fanden wieder zusammen und nahmen als Bleached ihre erst 7“ auf. “Es war verrückt für mich in einer Band von jemand anders zu sein“, sagt Jennifer. “Wir sind sehr stolz und glücklich uns nun wieder zusammen auf unsere eigene Musik fokussieren zu können.” Auf Ihrem Debüt hören wir nun sommerlichen 60s Girl-Group Pop in müheloser Lässigkeit. Ihr Stil lässt Gedanken an die Dum Dum Girls, Wavves oder Best Coast aufkeimen, wenngleich Bleached besonderen Wert auf pulsierende Direktheit und reduzierte Akkorde legen. Man darf also keine übermäßige Abwechslung erwarten, dafür dichtgedrängte und ästhetisch aufgereihte Neuinterpretationen über Liebe und Verluste aus der 60/70er Jahre Punk-Ära.

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Kritik: Lapalux – ‘ Nostalchic ‘ (VÖ: 29.03.2013)

am 24.03.2013 in Kritiken


10_nostalchic_picboxLapalux
Nostalchic

 

VÖ: 29. März 2013
Label: Brainfeeder (rough trade)
Titel: 12
Spieldauer: 46:36

 

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Man könnte von einer Invasion der DIY-Emporkömmlinge auf Erden sprechen. Unzählige Veröffentlichungen im Bereich der elektronischen Musik überschwemmten unseren Planeten und wenige konnten sich letztlich in den Vordergrund unserer Wahrnehmung drängen. Es braucht Talent, Individualität, einen starken Willen und eine Stimme die gehört werden möchte. Lapalux, der 25 Jahre alte Stuart Howard, ist nun wieder einer die großen Talente, die international Gehör finden und mit seinem Debütalbum ‘ Nostalchic ‘ versteht er es auf perfide Art und Weise, sein instinktives Verständnis für atmosphärische Texturen mit unwiderstehlicher Kreifbarkeit in unsere Gehörgänge zu pflanzen. Seine Tracks sind flaumige, fragile, handgefertigte Miniaturen experimenteller Körperlichkeiten, die in der Gesamtheit ein üppiges Spektrum offenbaren, welches für Anhänger von den Kimbies, James Blake’s ‘ CMYK ’, Four Tet, Bibio, FlyLo, Matthewdavid, Onra oder Debruit wie geschaffen scheint.

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Kritik: Night Moves – ‘ Colored Emotions ‘ (VÖ: 22.03.2013)

am 22.03.2013 in Kritiken


10_coloredemotions_picboxNight Moves
Colored Emotions

 

VÖ: 22. März 2013
Label: Domino Records (Goodtogo)
Titel: 10
Spieldauer: 32:32

 

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Die Night Moves machen auf Ihrem Debütalbum ‘ Colored Emotions ‘ vieles richtig. Im Vorfeld wurde bereits das gleichnamige Titelstück kostenlos zum Download angeboten, und obwohl der Sound irgendwie an Portugal. The Man und MGMT erinnert, wecken die Melodien von john pelant, micky alfano und mark ritsema durch Ihre Wärme, dem Folk, der besonderen Atmosphäre und der leichten psychedelischen Note zwischen ausgereiftem Studiosound und lebendigem Rumgejamme, das unbändige Verlangen nach mehr. ‘ Headlights ‘ bewegt sich als eröffnendes Stück durch eine tiefe Exploration, schimmert mit einem Hauch von Disco durch die nächtlichen Straßen und sucht mit zersausten Haaren, verschmierten Make-up und zerissenem Hemd nach einem warmen Platz zum Übernachten. ‘ Country Queen ‘ ist dann wie der Morgen danach. Schwerfällig schneiden sich die komprimierten Rhythmen in die Hirnwindungen und erst nach knappen zwei Minuten gestaltet sich die Mischung homogenisiert, die sich tatsächlich zu einer wundervollen Zeitlupen-Hymne entwickelt und daraus eine raffinierte elektrifizierende Wirkung kreiert.

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Kritik: Depeche Mode – ‘ Delta Machine ‘ (VÖ: 22.03.2013)

am 22.03.2013 in Kritiken


10_DeltaMachine_picboxDepeche Mode
Delta Machine

 

VÖ: 22. März 2013
Label: Sony Music
Titel: 13
Spieldauer: 57:37

 

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Wem sollen sie es nun Recht machen? Dem Feuilletonisten, dessen Erwartungen mindestens so hoch sind wie die Meinung, die er von sich selbst hat? Dem eventgetriebenen Musikjournalisten, den beim Anblick dreier mittelgrauer Fiftysomethings schon die kalte Angst um Lesergunst und Auflage anweht und der ohne Starallüren und garantiertes Hitpotential sein Powerbook erst gar nicht einstöpselt? Oder doch besser dem notorisch unzufriedenen Fanvolk, das sich eher in die einfallslose, aber konsequente Kopie früherer Großwerke verlieben will und dem der Name Alan Wilder die allein seligmachende Verheißung bedeutet? So viele Sehnsüchte für knappe sechzig Minuten. Was also machen Depeche Mode? Das einzig Richtige: Sie veröffentlichen mit ‘ Delta Machine ‘ einen beeindruckend hochklassigen Zusammenschnitt all der Trends, Einflüsse und Stile, die sie im Laufe der Jahrzehnte entweder selbst gesetzt, einfach übernommen oder auch für ihre Zwecke weiterentwickelt haben – und: ja, Gitarren gibt es, sparsam verteilt zu analoger Synthetik und harten Beats, dazu: Soul, soviel man vertragen kann, Sakrales, Tiefschwarzes, Schwülstiges auch, und – am wichtigsten: richtige, das heißt richtig gute Songs. Und das allein unterscheidet dieses Album von seinen drei Vorgängern.

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Kritik: The Strokes – ‘ Comedown Machine ‘ (VÖ: 22.03.2013)

am 22.03.2013 in Kritiken


10_RCA_picboxThe Strokes
Comedown Machine

 

VÖ: 22. März 2013
Label: Rca Int. (Sony Music)
Titel: 11
Spieldauer: 39:49

 

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Als die Strokes vor zwei Jahren gegen alle Erwartungen mit dem verwirrenden Zwitter ‘ Angles ‘ den Nachfolger für das noch immer beachtliche ‘ First Impressions On Earth ‘ präsentierten, war das Erstaunen groß. Nicht wenige rieben sich verwundert die Ohren, fragten sich, was oder wer denn die fünf zu so absonderlichen Stücken wie ‘ Metabolism ‘, ‘ Gratisfaction ‘ oder ‘ Two Kinds Of Happiness ‘ inspiriert haben könnte und hofften inständig, dieser Spuk möge um der langgepflegten Zuneigung willen bald vorbei sein. Nun, so viel ist jetzt klar, die Strokes leiden in punkto Selbstverständnis, um es vorsichtig zu formulieren, nicht gerade unter Mangelerscheinungen und scheren sich schlicht einen Dreck um die Erwartungen von wem auch immer – sie spielen ihre Rollen als erfolgsverwöhnte Großstadtbengel ungerührt zu Ende, ergo: ‘ Comedown Machine ‘ ist nicht weniger als die konsequente Fortsetzung des Vorgängers und somit eine anhaltende Irritation.

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Kritik: Low – ‘ The Invisible Way ‘ (VÖ: 22.03.2013)

am 22.03.2013 in Kritiken


10_TheInvisibleWay_picboxLow
The Invisible Way

 

VÖ: 22. März 2013
Label: Sub Pop (Cargo Records)
Titel: 11
Spieldauer: 41:01

 

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Sie hören ihn nicht gern, diesen Begriff, doch auch wenn er über’s ganze Werk der drei natürlich zu kurz greift, für das aktuelle Album scheint er besser denn je zu passen: Slowcore. Keine ihrer bisherigen neun Platten ist so „slow“, so behutsam und zurückgenommen wie ‘ The Invisible Way ‘, selten agierten Alan Sparhawk, Mimi Parker und Steve Garrington in den letzten Jahren über eine komplette Spiellänge so vorsichtig. Low haben das Album ja bekanntlich mit großer Begeisterung in die Hände keines Geringeren als Wilco-Boss Jeff Tweedy gegeben und der hatte ganz offensichtlich strikte Verschlankung im Sinn, als er den Sound auf den Kern hin – hier also dann „core“ – reduzierte: Gitarre, Bass, Drums, Gesang, aus – keine Spielereien, keine Schnörkel. Rückbesinnung auf die leiseren Töne von Platten wie ‘ Trust ‘ oder ‘ Things We Lost In The Fire ‘, Stücke wie die ‘ Breaker ‘ oder ‘ Monkey ‘ aus der jüngeren Vergangenheit finden kaum statt.

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