Platte der Woche #20: Die Kritik zum neuen Album ‘ Unpatterns ‘ von Simian Mobile Disco (VÖ: 11.05.2012)

am 11.05.2012 von Kritiken, Platten der Woche


Simian Mobile Disco
Unpatterns

 

VÖ: 11. Mai 2012
Label: Wichita/Play It Again Sam (rough trade)
Titel: 09
Spieldauer: 70:16

 

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Auch wenn es überhaupt nicht in die neue Philosophie von Simian Mobile Disco fällt, der Höhepunkt auf dem neuen Album ‘ Unpatterns ‘ direkt zu Beginn: Ihr Song ‘ Put Your Hands Together ‘ mag mit dem etwas klischeehaften Titel etwas über die geniale Umsetzung hinwegtäuschen, doch hier durchbrechen wir den Knackpunkt. Es ist eine nahtlose Verbindung an warmen, weitgespannten Melodien mit unbeirrbaren und funkelnden Beats. Als Vergleich folgt im späteren Verlauf die Nummer ‘ The Dream Of The Fisherman’s Wife ‘ und damit ist auch die stilistische Offenheit von Simian Mobile Disco im Jahr 2012 eine breitgefächerte Palette über zeitgenössische Elektronik, hin zu experimentellen Sounds, groovendem House und epischen Melodien. Es ist nunmal Ihre Spezialität. James Ford und Jas Shaw fluten die weitläufigen Landschaften mit Ihren wärmenden Melodien, man nehme dazu den Song ‘ Your Love Ain’t Fiar ‘, und mischt dazu verführerische Gesangs-Loops.

 

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Kritik: KAMI – ‘ Another Shore (EP) ‘ (VÖ: 21.05.2012)

am 10.05.2012 von Kritiken


KAMI
Another Shore (EP)

 

VÖ: 21. Mai 2012
Label: Shake My Brain
Titel: 03
Spieldauer: 11:30

 

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Kami beginnen mit den Zeilen, “I remember this drawing/ Of two cherries in a fanzine/ Illustrating our dreams/ In this small room, outside it was raining“, und begegnen uns dabei mit eingängigen Rhythmen in träumerischer Dance-Atmosphäre. Es ist zugleich ein wunderbar ruhiger Popsong, den Hervé Debono (Vocals/Guitar/Keyboard), Martin Henriot (Guitar/Keyboard) und Maxime Marmoz (Drums/Keyboard) hier als Eröffnungsstück gewählt haben. Doch plötzlich überlegen es sich Kami ganz anders: ziemlich unerwartet platzt die anfängliche Zurückhaltung an der französischen Riviera aus allen Nähten und das palmenreiche Örtchen Hyères wird Schauplatz einer ohrwurmlasstigen Indie-Dance-Pop Nummer. Chouette!

 

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Kritik: Smoke Fairies – ‘ Blood Speaks ‘ (VÖ: 25.05.2012)

am 10.05.2012 von Kritiken


Smoke Fairies
Blood Speaks

 

VÖ: 25. Mai 2012
Label: Cooperative Music (Universal)
Titel: 10
Spieldauer: 45:35

 

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In den ersten Minuten begeistert ohne Zweifel die stilistische Vielfalt der Smoke Fairies. die beiden Engländerinnen Jessica Davies und Katherine Blamiere zeigen eine deutliche Weiterentwicklung zwischen Folk, Blues und klassischem Singer/Songwriting. ‘ Let Me Know ‘ zelebriert dann als Eröffnungsstück einmal mehr, weshalb ausgerechnet über Third Man Records von Jack White im Jahr 2009 eine Single veröffentlicht wurde. Es sollte auch keine flüchtige Beziehung daraus entstehen. Für einige Shows in diesem Jahr werden die Smoke Fairies den lieben White auf dessen Solo-Tournee begleiten. Aber zurück: Es faszinierte Ihn die Stimme. Die darin befindliche Reinheit, der ausdrucksstarke Gesang zieht den Hörer bereits nach wenigen Sekunden in einen unheilsbeladenen Sog aus Verrat und enttäuschter Hoffnung. ‘ The Three Of Us ‘ erinnert dann abermals an The White Stripes – die Gitarren erklirren hypnotisierend, die Atmosphäre druckvoll.

 

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Kritik: Poliça – ‘ Give You the Ghost ‘ (VÖ: 11.05.2012)

am 10.05.2012 von Kritiken


Poliça
Give You the Ghost

 

VÖ: 11. Mai 2012
Label: Memphis Industries (Indigo)
Titel: 11
Spieldauer: 45:39

 

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Hört man eigentlich anders hin, wenn einem der Kulturteil der Lieblingsgazette beim Frühstück wieder mal mit ungebremster Euphorie eine Band zum „next big thing“ textet? Misstrauischer, voreingenommener, genauer? Ja klar. Doch was für eine dicke Überraschung – die Damen und Herren verstehen auch etwas von ihrem Handwerk. Und haben Recht: Polica, Ableger des umtriebigen Künstlergroßkollektivs Gayngs, unter Regie der Produzenten Ryan Olsen und Jim Eno (Spoon), bestehend aus zwei Drummern, einem Bassisten und der Sängerin Channy Leaneagh (Casselle), bringen aus ihrer Heimatstadt Minneapolis tatsächlich eine recht ungewöhnliche Mixtur zu Gehör.

 

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Kritik: Gossip – ‘ A Joyful Noise ‘ (VÖ: 11.05.2012)

am 09.05.2012 von Kritiken


Gossip
A Joyful Noise

 

VÖ: 11. Mai 2012
Label: Smi Col (Sony Music)
Titel: 11
Spieldauer: 57:37

 

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Wir schreiben das Jahr 1977. Ein Album mit Namen ‘ The World Starts Tonight ‘ erschien und gab erste Hinweise (zugleich ein Versprechen) auf große Dinge, die uns damals noch bevorstehen sollten. Gemeint ist das Debüt von Bonnie Tyler. Eindrucksvolle Songs zu einer bewundernswerten Stimme. Diese Kombination ebnete den Weg für Tyler und Ihrem Team um Jim Steinman. 35 Jahre später erscheinen Gossip inmitten dieser blühenden Landschaft, Christus lebt – doch ist unsere Erde für diese wiedereinordnende Wandlung schon bereit? Musikalisch gibt sich der Track aus kommerzieller Sicht keine Blöße. Hymnische Refrains, simpel gestrickte Melodien und süsse Gesänge. Es ist mehr eine Ballade, kein energisches Punk-Gefühl wie noch zu Zeiten von ‘ Standing in the Way of Control ‘ aus dem ebenso fernen Jahr 2006. Aber was soll’s. Die Konzentration, das Adrenalin stößt in Richtung Chart-Höhenflug. Wer hätte noch vor drei Jahren diesen Erfolg für möglich gehalten?

 

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