Kritik: Lana Del Rey – ‘ Born To Die ‘

am 28.01.2012 von Kritiken


Lana Del Rey
Born To Die

 

VÖ: 27. Januar 2012
Label: Vertigo Berlin (Universal)
Titel: 12
Spieldauer: 49:26

 

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Die Türen hoch, die Tore weit, Fanfaren auf Anschlag – die Branche japst im Dauerdelirium, bereit für den nächsten Hype, die malade Musikindustrie lechzt auf dem Krankenbett nach Linderung der Phantomschmerzen und doch landet am Ende alles im Rachen von Dotcomkim. Diesmal unter der Zirkuskuppel: Die bleichgesichtige Verwandlungskünstlerin Lana Del Rey, 25, in der Sedcard ein Album unter anderem Namen, für das sich ehrlicherweise niemand so recht interessiert hat, nun aber, gepusht von Guy Chambers, mit ‘ Born To Die ‘ der Sprung aus dem Stand zur Popikone. Natürlich wird kein Mensch gezwungen, die mediale Hysterie mitzugehen, im Unterschied zum Phänomen Lady Gaga, wo der Inhalt der reizvollen Verpackung, also die Musik, von erschreckender Durchschnittlichkeit ist, erwartet den Hörer bei Lana Del Rey jedoch ein deutliches Plus an Substanz.

 

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Kritik: The Megaphonic Thrift – ‘ The Megaphonic Thrift ‘ (VÖ: 17.02.2012)

am 27.01.2012 von Kritiken


The Megaphonic Thrift
The Megaphonic Thrift

 

VÖ: 17. Februar 2012
Label: Club Ac30 (Broken Silence)
Titel: 11
Spieldauer: 39:12

 

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Man sollte mit seinen Gedanken ab der ersten Sekunde bei der neuen und gleichnamigen Platte von The Megaphonic Thrift anweisend sein, um nicht schon nach wenigen Momenten den Anschluss in ‘ Tune Your Mind ‘ zu verpassen. Die schrammligen und quietschenden Gitarren, der lässige Gesang (erinnert an Thurston Moore) und das nervöse Schlagzeug ziehen Ihren Sound durch Orgien elaborierter Dissonanz hindurch. Ohne Rücksicht auf Verluste versteht sich. Dabei bestehen The Megaphonic Thrift aus Richard Myklebust von Stereo21 und Young Dreams, Linn Frøkedal und Njål Clementsen von Low Frequency In Stereo und Fredrik Vogsborg der Casiokids und Young Dreams.

 

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Kritik: Vierkanttretlager – ‘ Die Natur Greift An ‘ (VÖ: 27.01.2012)

am 27.01.2012 von Kritiken


Vierkanttretlager
Die Natur Greift An

 

VÖ: 27. Januar 2012
Label: Unter Schafen Records (Alive)
Titel: 12
Spieldauer:

 

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Die Natur greift an, der Wind peitscht, der Regen prasselt und die Flutwellen schlagen uns die Füße unter dem Boden weg. Zum Glück sind diese gegenwärtigen Beschreibungen eine leichte Übertreibung, denn auch wenn das Debüt-Album der Husumer Vierkanttretlager nach einer aufkeimenden Naturkatastrophe klingt, bleiben die Wogen geglättet. Vielmehr erwarten den Hörer typisch norddeutsche Melodien und Wechselspiele aus Entwicklung und Stagnation, der Menschwerdung und der angedeuteten Flucht. Deshalb beschäftigt sich Sänger Max Richard Leßmann zwischen den Zeilen mit der Zeit und der schlichten Erkenntnis der eigenen Sterblichkeit.

 

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Platte der Woche #05: Die Kritik zum neuen Album ‘ The Lion’s Roar ‘ von First Aid Kit (VÖ: 20.01.2012)

am 26.01.2012 von Kritiken, Platten der Woche


First Aid Kit
The Lion’s Roar

 

VÖ: 20. Januar 2012
Label: Wichita/Play It Again Sam (rough trade)
Titel: 10
Spieldauer: 42:46

 

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Wer bereits mit First Aid Kit in früheren Jahren Bekanntschaft machen durfte, hatte wohl mit dem neuen Titel ‘ The Lion’s Roar ‘ einen kleinen Schock-Moment. Setzen Johanna und Ihre Schwester Klara Söderberg doch auf Understatement. Aber diese Zeiten scheinen vorbei zu sein, denn auf Ihrer zweiten Platte findet sich eine Erklärung an den eigenen Willen – Worte, die etwas größer, mutiger und stärker in unsere Herzen schlagen. Produziert von Mike Mogis von Bright Eyes, ist dies ein Album mit festen Blick auf die klassische Folk-Musik. Die explodierenden Vocals und Echos deuten dabei unmissverständlich auf das Versteck Ihrer Einflüsse: Die geschichteten Harmonien von First Aid Kit klingen in der Gestaltung ähnlich, wie so mancher Song der Fleet Foxes.

 

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Kritik: Tribes – ‘ Baby ‘ (VÖ: 27.01.2012)

am 25.01.2012 von Kritiken


Tribes
Baby

 

VÖ: 27. Januar 2012
Label: Cooperative Music (Universal)
Titel: 11
Spieldauer: 40:32

 

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Ein Knistern, eine aufschwappende Klanglandschaft, eine untergetauchte Gitarre und Chöre darüber. Das ist der eröffnende Track ‘ Whenever ‘ der Tribes. Eine Mischung aus den Pixies, einer schelmischen Brit-Pop Phrasierung und dem schwadronierenden Gang von Razorlight. Und jeder noch so versteckte Chor wurde hier scheinbar so konzipiert, dass dieser ebenso unter freiem Himmel, wie auch vor tausenden von Menschen gesungen werden kann. ‘ We Were Children ‘ ist zwar kurz darauf erst der zweite Track, doch ein Muster lässt sich bereits hier unschwer erkennen: Britpop trifft Grunge, glam trifft Gore, leise trifft sein Gegenteil laut.

 

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