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Heavy Metal, ein Genre der Rockmusik, das eine Gruppe verwandter Stile umfasst, die intensiv, virtuos und kraftvoll sind. Angetrieben von den aggressiven Klängen der verzerrten E-Gitarre ist der Heavy Metal wohl die kommerziell erfolgreichste Gattung der Rockmusik.

Obwohl der Ursprung des Begriffs Schwermetall weithin dem Schriftsteller William Burroughs zugeschrieben wird, geht seine Verwendung eigentlich bis weit ins 19. Jahrhundert zurück, als er sich auf Kanonen oder allgemein auf Macht bezog. Er wurde auch verwendet, um bestimmte Elemente oder Verbindungen zu klassifizieren, wie z.B. in der Phrase Schwermetallvergiftung. Heavy Metal tauchte in den Texten von Steppenwolfs "Born to be Wild" (1968) auf, und Anfang der 1970er Jahre benutzten ihn Rockkritiker, um sich auf einen bestimmten Musikstil zu beziehen.

Mitte der 1960er Jahre wird britischen Bands wie Cream, den Yardbirds und der Jeff Beck Group sowie Jimi Hendrix allgemein zugeschrieben, dass sie die schwereren Schlagzeug-, Bass- und verzerrten Gitarrenklänge entwickelt haben, die den Heavy Metal von anderem Blues-basierten Rock unterscheiden. Der neue Sound wurde in den 1970er Jahren von Led Zeppelin, Deep Purple und Black Sabbath mit der Veröffentlichung von Led Zeppelin II, Deep Purple in Rock und Paranoid kodifiziert, die mit schweren Riffs, verzerrten "Power Chords", mystischen Texten, Gitarren- und Schlagzeugsoli und Gesangsstilen aufwarteten, die von den Wehklagen von Zeppelins Robert Plant bis zu den Wimmern von Sabbaths Ozzy Osbourne reichten. Indem Bands wie Kiss, AC/DC, Aerosmith, Judas Priest und Alice Cooper in den 1970er Jahren immer aufwändigere Bühnenshows entwickelten und ununterbrochen auf Tournee gingen, um ihren Mangel an Radio-Airplay auszugleichen, schufen sie sich eine internationale Fangemeinde.

Die Popularität des Heavy Metal brach während der Disco-Jahre Ende der 1970er Jahre ein, aber in den 1980er Jahren wurde er erfolgreicher denn je, als Def Leppard, Iron Maiden und Saxon die "neue Welle des britischen Heavy Metal" anführten, die zusammen mit dem Einfluss der erstaunlichen Gitarrenvirtuosität von Eddie Van Halen das Genre wiederbelebte. Eine Welle von "Glam"-Metal mit geschlechtsspezifischen Bands wie Mötley Crüe und Ratt ging etwa ab 1983 aus Los Angeles hervor; Poison, Guns N' Roses und Hunderte anderer Bands zogen dann in der Hoffnung auf Plattenverträge nach Los Angeles. Doch mit dem Erfolg der deutschen Scorpions und anderer Bands von Japan bis Skandinavien war Heavy Metal sowohl im Fandom als auch in der Produktion zu einem weltweiten Phänomen geworden. Der wichtigste musikalische Einfluss dieses Jahrzehnts war die Adaption von Akkordfolgen, Figuration und Virtuositätsidealen von barocken Vorbildern, insbesondere Bach und Vivaldi, auf den Heavy Metal. Wie Van Halen demonstrierten Gitarristen wie Ritchie Blackmore (von Deep Purple), Randy Rhoads (mit Osbourne) und Yngwie Malmsteen neue Ebenen und Stile der Rockgitarrentechnik und sprengten dabei populäre Stereotypen des Heavy Metal als monolithisch und musikalisch einfach.

Heavy Metal zersplitterte in den 1980er Jahren in Subgenres (wie Lite Metal, Death Metal und sogar christliches Metal). Eine kleinere Underground-Szene härterer Stile entwickelte sich im Gegensatz zum eher pop-orientierten Metal von Bon Jovi, Whitesnake und den Glam-Bands. Metallica, Megadeth, Anthrax und Slayer leisteten Pionierarbeit im Thrash Metal, der sich durch schnelle Tempi, harte Gesangs- und Gitarrenklänge, Aggressivität und kritische oder sarkastische Texte auszeichnete. Die breiter gefassten Stile des Heavy Metal übernahmen in den späten 1980er Jahren praktisch die Hauptströmung der populären Musik, aber die Kohärenz des Genres brach um die Wende des Jahrzehnts zusammen; Bands wie Guns N' Roses und Nirvana zogen die Fans in verschiedene Richtungen, und viele Fans liefen auch zur Rap-Musik über. In den 1990er Jahren erlebten viele Stars der vorangegangenen Jahrzehnte, wie Van Halen, Metallica und Osbourne, neben neueren Gruppen wie Soundgarden anhaltenden Erfolg, aber der Name Heavy Metal wurde weniger häufig verwendet, um diese Gruppen zu vermarkten oder ihre Fangemeinde zu definieren.

Heavy-Metal-Musiker und -Fans gerieten in den 1980er Jahren unter heftige Kritik. Politische und akademische Gruppen entstanden, um dem Genre und seinen Fans die Schuld an allem, von Verbrechen und Gewalt bis hin zu Mutlosigkeit und Selbstmord, zuzuschieben. Doch die Verteidiger der Musik wiesen darauf hin, dass es keine Beweise dafür gebe, dass die Auseinandersetzung des Heavy Metal mit Wahnsinn und Schrecken diese sozialen Übel verursachte, anstatt sie zu artikulieren. Die Texte und Bilder des Genres haben seit langem eine breite Palette von Themen behandelt, und die Musik war schon immer vielfältiger und virtuoser, als die Kritiker gerne zugeben.