Kritik: ASA – ‘ Bed Of Stone ‘ (VÖ: 29.08.2014)

10_bedofstone_picboxR_7_10ASA
Bed Of Stone

 

VÖ: 29. August 2014
Label: Naive (Indigo)
Titel: 12
Spieldauer: 47:11

 

Das gesprungene Brillenglas auf dem Cover des Vorgängeralbums ist noch in guter Erinnerung, sinnstiftendes Detail in modischem Accessoire – neben Asa‘s Vorliebe für Tom Ford ließ sich daraus vielleicht der Antrieb erkennen, westeuropäischen, radiotauglichen Pop mit ihren eigenen Mitteln zu brechen. Schon ‘ Beautiful Imperfection ‘ also, mit dem die nigerianisch-stämmige Französin 2010 ihren kommerziellen Durchbruch schaffte, lebte von der meist gelungenen Kreuzung von anschmiegsamem Downtemposoul mit einer Vielzahl von Stilelementen des Jazz, R’nB und Reggae, nicht zu vergessen die Einflüsse ihres afrikanischen Heimatlandes – nicht ohne Stolz verweist sie hier gern auf die Parallelen zu ihrem großen Vorbild Sade Adu. Dieser gelang ja zu ihren Hochzeiten ein verblüffender, geheimnisvoll zarter (und manchmal auch ein klein wenig anrüchiger) Barjazz, der immer gern mit dem Mainstream flirtete, aber doch so eigenständig und originär blieb, dass er die endgültige Vereinnahmung durch formatierte, loungige Dutzendware nicht fürchten musste. (mehr …)