Kritik: Bill Callahan – ‚ Dream River ‚ (VÖ: 20.09.2013)

10_dreamriver_picboxBill Callahan
Dream River

 

VÖ: 20. September 2013
Label: Drag City (rough trade)
Titel:
Spieldauer:

 

Das erste, was man von dieser neuen Platte zu hören bekam, war eine – naja, etwas ungewöhnliche Dub-Version des Titels „Javelin Unlanding“. Dazu Fotoaufnahmen des Mannes von der Ostküste, die ihn mit einem gelösten Lächeln im Gesicht erwischten, Grund genug also sich zu fragen: Alles anders jetzt bei Bill Callahan? Iwo. Der große Umsturz ist ausgeblieben, auch auf ‚ Dream River ‚ präsentiert sich Callahan als der unaufgeregte Räsonierer, der wie kein zweiter Alltagsbetrachtungen mit Lebensweisheiten verknüpft – klar, ernst, und manchmal verteufelt essentiell. Wenn der einsame Mann in der Hotelbar vor seinem Glas sinniert: „Looking outa the window that isn’t there, locking on the carpet and the chair, and the only words I said today – A beer, thankyou”, in ‚ The Sing ‚. Dann ist das ein kontemplatives Stillleben, das nicht mehr braucht als eben das – wenige Worte, ein Bier und einen offenen Blick. Und am Ende wird man mit der Erkenntnis belohnt: “We are all looking for a body, or a means to make one sing.“ (mehr …)