Kritik: Boy & Bear – ‚ Harlequin Dream ‚ (VÖ: 10.01.2014)

10_HarlequinDream_picboxBoy & Bear
Harlequin Dream

 

VÖ: 10. Januar 2014
Label: Nettwerk (Soulfood)
Titel: 11
Spieldauer: 47:43

 

Wer den Indie-Folk für kleine Bettnässer-Musik hält – hat zwar meistens damit Recht – aber spätestens jetzt sollte diese Einstellung neu justiert werden, denn die zweite Platte ‚ Harlequin Dream ‚ von Boy & Bear ist ein Buch voller wunderschöner Geschichten. Das eröffnende Stück ‚ Southern Sun ‚ ist beispielsweise ein schillerndes Beispiel dieses verträumten Pop-Elans und lebhaften Geschichtenerzählens. „Es ist ein sehr simpler Song,“ so Hosking. „Ich war immer fasziniert von etwas wie Amerikas ´Horse with No Name´. Der Song besteht aus zwei Akkorden aber ist unglaublich fesselnd. Das war meine Idee. Umso länger ich das mache, desto mehr schätze ich das Subtile in der Musik.“ Und das Subtile schleicht sich in den neuen Songs beständig durch die unbewusste Wahrnehmung, verteilt auf der flirrenden Reise nachdenkliche Poesie, persönliche Erinnerungen und Erfahrungen der Band, emotionale Aufrichtigkeit und ist auch maßgeblich für den klaren Übergang in der zweiten Hälfte zu einer weichen und fast schon traditionellen Folk-Ballade verantwortlich. (mehr …)