Kritik: Camera Obscura – ‘ Desire Lines ‘ (VÖ: 31.05.2013)

10_DesireLines_picboxCamera Obscura
Desire Lines

 

VÖ: 31. Mai 2013
Label: 4ad/Beggars Group (Indigo)
Titel: 13
Spieldauer: 50:22

 

Hat sie “schwierig” gesagt? Noch mal hinhören – tatsächlich: Die Aufnahmen zum aktuellen Album, so Tracyanne Campbell, hätten sich schwieriger gestaltet als zuvor, die große Pause zwischen ‘ Desire Lines ‘ und dem Vorgänger ‘ My Maudlin Career ‘ wäre eine neue Herausforderung gewesen, man habe sich schwergetan mit der Platte Nummer 5. Mhhh, ja, wir wollen ihr das glauben. Aber hören, hören tut man das verdammt noch mal an keiner Stelle der gut fünfundvierzig Minuten. Camera Obscura aus dem schottischen Glasgow machen seit 1996 Musik, die offiziell unter dem Label Indiepop firmiert, für ihre Anhänger allerdings gehören Campbell, Lee Thomson, Carey Lander, Kenny McKeeve und Gavin Dunbar zum kleinen, aber auserlesenen Klub der Magiere, Bands also wie Beautiful South, Belle And Sebastian, Standard Fare oder die Veronica Falls, denen es auf schleierhaft einfache Weise gelingt, ein stets schwelgerisches, humorvolles und so warmherzig wie melancholisches Lebensgefühl zu vertonen.

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