Kritik: Pelzig, Medium Cool World / Cargo Records (Cargo Records)

Wenn man mal das Spinnen anfängt, dann kommt man darauf, dass in Ingolstadt die Dinge anders laufen als im Rest der Republik und zwar mit einer sich stets wiederholenden Parallelität. Da hat es der Blechkarossenbauer mit den vier Ringen, mithin Hauptarbeitgeber in Stadt und Region, endlich in die Champions-League und nach Übersee geschafft und bekommt just in diesem, seinem besten Moment die Schludereien seines großen Bruders in der leidigen Abgasaffäre zu spüren. (mehr …)

Kritik: The Mynabirds, Lovers Know / Saddle Creek (Cargo Records)

Was haben wir es vermisst. Diese gefühlvolle Stimme, die intimen und persönlichen Erzählungen von Laura Burhenn, eingebettet zwischen infundierten Pop-Rock, dichten Synth-Pop und Easy Listening. Es fallen einem die Seelenverwandten wie Angel Olsen und Sharon Van Etten in den Sinn. Die neuen Songs entstanden während dem letzten Jahr auf Tour mit The Postal Service und finden nun Ihre Vereinigung auf »Lovers Know«, dem dritten Album von The Mynabirds. (mehr …)

Kritik: Strange Wilds, Subjective Concepts / Sub Pop (Cargo Records)

Das Debütalbum der Strange Wilds aus Olympia ist fest in der pazifischen Nordwest Grunge Tradition und im Hardcore der breiteren Westküste eingebettet. Klang und Ästhetik erinnern an die frühesten Werke von Nirvana. »Pronoia« ist ein schwammiges Stück mit sauberen Gitarrensounds, aufgedrehten Verstärkern und einem plätschernden Up-Tempo-Bass-Riff in der Norm des laut/leise/laut Rahmen. Im weiteren Verlauf haben wir dann zwar alles schon einmal gehört – und gelegentlich auch besser. Es ist nicht schlecht, aber es bewegt sich nur selten über dem gewohnten Potpourri hinaus. (mehr …)

Kritik: Tess Parks & Anton Newcombe, I Declare Nothing / A Records (Cargo Records)

Ob sie diesen Satz nicht vielleicht doch irgendwann bereuen wird? Dem Musikseite TPS jedenfalls gab Tess Parks vor einiger Zeit zu Protokoll: “Oasis were and always will be the most important band in my life“ – für jemanden, der nichts erklären will, ist das mal ein ziemlich endgültiges Statement. Und ein überraschendes dazu. Hört man sich nämlich das Debüt »Blood Hot« und die aktuelle Platte, die zusammen mit Rockurgestein Anton Newcombe entstanden ist an, dann hätte man eher auf Velvet Underground oder wenigstens die Doors getippt, wenn es um Vorlieben und Vorbilder geht. (mehr …)