Kritik: Chvrches, Every Open Eye / Vertigo Berlin (Universal Music) (@CHVRCHES)

Das Teilnehmerfeld all derer, die sich um das bunte Marktsegment EDM, also Electronic Dance Music, kümmern, seit es wieder zum Trend umgewidmet wurde, ist seit der Veröffentlichung von »The Bones Of What You Believe«, dem Debüt der Chvrches, nicht eben kleiner geworden. Und, wie das oft so ist, leider auch nicht wirklich gehaltvoller. Im Kielwasser des schottischen Trios tummeln sich eben nicht nur Schwergewichte wie Purity Ring, London Grammar und Lorde, sondern auch jede Menge mäßig talentierte Klone, denen die Technik größere Gefallen tut als ihre Stücke Substanz aufzuweisen haben. Man musste deshalb von Lauren Mayberry und ihren beiden Mitstreitern auch keine großartigen Innovationen erwarten – beim zweiten Album sind solcherlei Veränderungen, gerade wenn der Erstling so großen Anklang fand, für die Karriere eher hinderlich und vom Hörer kaum gewünscht. Besitzstandswahrung war also angesagt und genau das ist es auch geworden. (mehr …)

CHVRCHES mit Videopremiere zur aktuellen Single »Leave A Trace«

Seit ihrem Debütalbum »The Bones Of What You Believe« aus dem Jahr 2013 haben sich CHVRCHES aus Glasgow als neue Generation alternativ-progressiver Bands etabliert. Am 25. September 2015 erscheint mit »Every Open Eye« das zweite Album von Lauren Mayberry, Iain Cook und Martin Doherty und das Musikvideo zur aktuellen Single »Leave A Trace« feiert heute Premiere:

 

Kritik: Chvrches – ‘ The Bones Of What You Believe ‘ (VÖ: 20.09.2013)

10_TheBonesofWhatYouBelieve_picboxChvrches
The Bones Of What You Believe

 

VÖ: 20. September 2013
Label: Vertigo Berlin (Universal)
Titel: 14
Spieldauer: 54:23

 

Was für eine Superpopwoche, die sieche Plattenindustrie dürfte sich die Hände reiben. Mit den Chvrches und Haim stehen zwei der höchstgehandelten Nachwuchsformationen mit ihren Debüts in den Startlöchern, den Anfang machen – streng alphabetisch – die Schotten. Glasgow ist, das weiß man spätestens seit Glasvegas, eine erstklassiges Biotop für Musik, die sich vornehmlich am Gefühl orientiert, am großen (Simple Minds, Deacon Blue) wie am kleinen (Travis, Belle And Sebastian), hier lieben sie den Überschwang, den Rausch genauso wie die leisen und dezent knisternden Herzfeuer. Leidenschaftlich und ehrlich soll es sein, die drei werden es deshalb nicht eben schwer haben in ihrer Heimatstadt. (mehr …)