Coldplay, A Head Full Of Dreams / Parlophone Label Group (Plg)

Die Frage wird kommen und sie wird vielstimmig sein: Warum um alles in der Welt müsst ihr Nörgler eigentlich an allem herumkritteln und die Haare in der Suppe mit einer Akribie suchen, die man fast schon als böswilligen Vorsatz deuten könnte? Haben sich Coldplay nicht wieder mal mächtig ins Zeug gelegt und ihr Bestes gegeben? Antwort: Nein, das haben sie leider nicht. Wer alt genug ist, der weiß, wie ihr Bestes klingt. Früher nämlich war es richtig schwer, Coldplay nicht zu mögen – man konnte sich mit Vorbehalten wappnen so gut es eben ging, sie bekamen einen doch immer wieder an den Haken mit all dem verträumten Gitarrengeglitzer, den hübsch verschlungenen Melodien und der schmachtenden Stimme. (mehr …)

COLDPLAY veröffentlichen Video zu »Adventure Of A Lifetime« und spielen Telekom Street Gig

Sänger Chris Martin traf auf einem Flug zufällig Schauspieler und Motion-Capture-Experten Andy Serkis (Lord Of The Rings, King Kong) kennen. Kurze Zeit später wurde Regisseur Mat Whitecross an Bord geholt und eine Idee umgesetzt: Mit einer Produktionszeit von sechs Monaten wurde ein Video gedreht, bei dem COLDPLAY in einer kompletten Motion-Capture-Ausrüstung Ihre Zeit im Studio verbrachten. Ihre Performance wurde anschließend in eine 3D animierte Schimpansen-Version transformiert. Das Ergebnis? Seht selbst:

 

 

Im Dezember werden Chris, Johnny, Will und Guy einen Telekom Street Gig spielen. Nur vier Tage nach der Veröffentlichung von »A Head Full Of Dreams«, nämlich am 08.12., können Fans das erste Konzert der Band in Deutschland im Offenbacher Capitol ansehen.

Kritik: Coldplay – ‘ Ghost Stories ‘ (VÖ: 16.05.2014)

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Ghost Stories

 

VÖ: 16. Mai 2014
Label: Parlophone (Warner)
Titel: 09
Spieldauer: 42:38

 

Es gab mal eine Zeit, da war es einfach, Coldplay zu mögen: An dem Debüt ‘ Parachutes ‘, ihrem schwarzen Album, war nichts auszusetzen, kaum jemand, dem ‘ Yellow ‘, ‘ Sparks ‘ und ‘ Spies ‘ nicht an’s Herz gingen. Auch ‘ A Rush of Blood to the Head ‘ (weiß) und ‘ X&Y ‘ (blau) konnten gefallen, und obwohl man glaubte zu ahnen, wo die Sache enden würde, erlag man der melancholischen Emphase, der großen Geste, mit der einen die vier jungen Männer ständig umarmen wollten. Es gab mal eine Zeit, da war es einfach, Coldplay nicht zu mögen. Die Umarmungen wurden zudringlicher, die überzuckerten Melodien dominierten in aller epischen Breite das Stadionrund, Pop war nur noch Pathos und wenn man dachte, das Leben zu feiern, war es doch nur eine verkitschte Version desselben. Spätestens, als Chris Martin alle Tränen der Welt zu einem Wasserfall zusammenreimte und Rihanna als chinesische Prinzessin an seine Seite lud – spätestens da kam man nicht mehr umhin, den Kopf zu schütteln, weil Coldplay neben den guten Ideen auch jegliches Maß verloren hatten. Einfach, wie gesagt. (mehr …)