Kritik: Death Cab For Cutie, Kintsugi

10_kintsuge_picboxWenn Worte wie „Schock“ oder „Aderlaß“ im Pop die Runde machen, ist Vorsicht geboten. Begleiten sie doch auf meist übertriebene Art und Weise die arbeitsrechtliche Trennung von Band und Mitgliedern oder im traurigsten Falle die Auflösung derselben. Schon Stepi Stepanovic wusste darauf die einzig gültige Antwort: „Lebbe geht weider“ – und das tut es ja dann auch. Nun ist Death Cab For Cutie nicht irgendeine Jahrmarktskombo und Chris Walla beileibe kein unbeschriebenes Blatt, aber nach siebzehn Jahren gemeinsamen Musizierens ist der Wunsch nach Veränderung kein unverständlicher, gerade wenn mit ihm und Ben Gibbard gleich zwei geniale Alphamännchen die Geschicke einer Formation zu lenken versuchen. Im Sommer vergangenen Jahres also sein Ausstieg und natürlich die bange Frage: Wie weiter? Nun, die vorliegende Platte wird eine befriedigende Antwort nicht geben können, ist sie doch komplett unter Wallas Mithilfe entstanden. (mehr …)