Kritik: Die Sterne – ‘ Flucht in die Flucht ‘ (VÖ: 29.08.2014)

10_FluchtindieFlucht_picboxR_7_10Die Sterne
Flucht in die Flucht

 

VÖ: 29. August 2014
Label: Staatsakt (rough trade)
Titel: 12
Spieldauer: 45:05

 

Hat irgendwer Angst gehabt, Frank Spilker, mit über fünfundvierzig noch zum Jungautor und Generationensprecher ausgerufen, hätte so viel Geschmack an Schreiberei minus Gesang gefunden, dass er zukünftig nur noch den Platz zwischen zwei Buchdeckeln, aber nicht mehr den am Mikrophon ausfüllen wollte? Umsonst gezittert, Die Sterne spielen wie eh und je ihren lässigen Desillusionistenrock, der zuletzt ja eher ein -pop war. Und man sollte sich nicht täuschen lassen: Auch wenn sich die ersten Takte von ‘ Wo soll ich hingehen ‘ noch wie die eines beschwingtes Sinnsucherliedchens ausnehmen, das wandelt sich recht schnell zum Psycho(sen)dance auf dem Vulkan. Die Hamburger haben ja für die Nachfolgeplatte von ‘ 24/7 ‘ eine Reihe von Gästen im Studio begrüßen dürfen – neben Zucker und Der Bürgermeister der Nacht, die einen mehr als formidablen Backgroundchor abgeben, waren auch Daniela Reis und Fritzi Ernst von Schnipo Schranke zum Produzenten Olaf O.P.A.L. geladen – zudem raspelt Alexander Hacke ganz wunderbar gemeinsam mit Spilker das Zombiestück ‘ Ihr wollt mich töten ‘. (mehr …)