Kritik: The Libertines, Anthems For Doomed Youth / EMI (Universal Music)

Ohne großen Hype gingen die letzten Wochen vorüber, so dass die wiedervereinten Libertines in einigermaßener Abgeschiedenheit den Arbeiten zum dritten Studioalbum nachgehen konnten. Die Musik steht im Vordergrund, erstmal vorbei sind die Zeiten als leichtes Futter für die Boulevardpresse. Doch trotz all ihrer anachronistischen Tendenzen der letzten Jahre waren sie auch unternehmerischer, als die meisten Menschen es Ihnen zutrauen würden. Sie waren eine der ersten Bands, die das enorme Werbepotenzial des Internets erkannte, in den Fan-Foren unterwegs waren, um dort Shows und Veröffentlichungen neuer Songs zu verkünden. All das passierte lange vor Social Media und Soundcloud. Heute ruht Ihr Vermächtnis sicher auf zwei Langspielern, sechs Singles und einigen B-Seiten. Dazu kommen unzählige Demos, ein Dokumentarfilm aus dem Jahr 2010 und zahlreiche Nebenprojekte mit unterschiedlichen Ansprüchen. (mehr …)

Kritik: The Strypes, Little Victories / EMI (Universal Music)

Vor einiger Zeit, genauer geschrieben zu Zeiten des Debüts, erzählte der damalige 16jährige Schlagzeuger Evan Walsh über die allgemeine Frage des Rock’n’Roll Lifestyle in einem Interview mit dem Guardian: “We don’t have backstage parties. I can’t speak for the others but I just go to bed.” Damals war Noel Gallagher ebenso von Ihren makellosen Blues-Ansätzen und atemlosen Liveshows angetan, wie ein Roger Daltrey oder Elton John. Bei letzterem wurden The Strypes auch unter Vertrag genommen. Für das zweite Werk »Little Victories« ging es nun aber weiter zu EMI (Universal Music) und damit gab es auch ein paar Veränderungen im Sound der Band. (mehr …)