Platte der Woche #40: #Protomartyr, The Agent Intellect (Hardly Art (Cargo Records)

Auf dem drittem Album in drei Jahren agiert das Quartett aus Detroit mit einem klaren Sinn für Dringlichkeit und Fokus. Protomartyr sind schwer zu fassen: gemütlich, ernüchternd, erschreckend, lustig, eingängig, belebend und letztlich menschlich. Im Universum von Protomartyr schwebt ebenso beständig die Gewalt. Emotionale Brutalität unter der bröckelnden Skyline von Detroit. »The Agent Intellect« bezieht die Energie aus der panischen Angst der Sterblichkeit. Casey verlor seinen Vater durch einen Herzinfakt, seine Mutter leidet an Alzheimer, eine Diagnose die während des Aufnahmeprozesses gestellt wurde. Wir erleben diese zerreißenden emotionalen Momente an vielen Stellen im Songwriting. “Lithe in thought and pumping blood…I’m never gonna lose it”, “He enters the temple/ It falls/ It always falls.(mehr …)

Platte der Woche #35: La Luz, Weirdo Shrine / Hardly Art (Cargo Records)

Der Garage-surf-inspirierte Sound erfährt derzeit eine Renaissance. Zu den zeitgenössischen Künstlern unserer Zeit gehören La Luz. Aber die vier “California Girls” sind keineswegs der Feder von Brian Wilson entsprungen. La Luz stehen zwar zu Ihrem Surf-Rock, aber das inspirierte Gitarrenspiel stammt eigentlich aus Seattle, einer Region die mehr Gebirgsbäche und große Felsen hervorbrachte als Surfer. Ein Umstand der La Luz so erfrischend macht. Das Debüt war bereits von ausgezeichneter Qualität, aber »Weirdo Shrine« enthüllt nun die gesamte Komplexität. Die Songs sind voluminöser, lebendiger, die Tasten des Klaviers bestimmender und die restlichen Instrumentierungen ausgewogener. (mehr …)