Kritik: Jan Delay – ‘ Hammer & Michel ‘ (VÖ: 11.04.2014)

10_hammerundsichel_picboxJan Delay
Hammer & Michel

 

VÖ: 11. April 2014
Label: Vertigo Berlin (Universal)
Titel: 12
Spieldauer: 49:51

 

Was denn, was denn? Nicht so weit her mit dem hiesigen Humorverständnis? Jan Delay, eigentlich als Rap-Pionier, B-Boy und Soulman eingeplant, hat plötzlich erklärt, all das „flasht nicht mehr“, er wolle zukünftig in Rock machen und zwar so richtig. Lederjacke auf’s Cover, alberner Titel dazu, kurz mal reingezappt – das Urteil des königlich feuilletonistischen Plattengerichts ließ nicht lange auf sich warten: Er kann es nicht! Dabei scheint irgendwie verloren gegangen, dass der letzte, der die Proklamationen des Herrn Eisfeldt ernst nimmt der Herr Eisfeldt selber ist. Im rosafarbenen Anzug für’s Promofoto nach Wacken – der Herr winkt nicht mit dem Zaunspfahl, sondern mit der Pommesgabel und platziert den Mittelfinger schon mal vorausschauend auf dem eigenen Album – „Nehm ‘nen großen Schluck Volvic und geb‘ Euch ‘nen kompletten Vollfick!“. (mehr …)