Kritik: Janelle Monáe – ‘ The Electric Lady ‘ (VÖ: 13.09.2013)

10_theelectriclady_picboxJanelle Monáe
The Electric Lady

 

VÖ: 13. September 2013
Label: Atlantic (Warner)
Titel: 19
Spieldauer: 1:07:33

 

Schwer zu fassen ist sie noch immer. Vor drei Jahren legte Janelle Monáe mit ihrem Album ‘ The ArchAndroid ‘ einen fulminanten Blitzstart hin, hingerissen die Kritik, begeistert das Publikum, ihr Alter Ego Cindi Mayweather im hübschen Fritz-Lang-Kostüm konnte sich vor überschwänglichen Hymnen und Prophezeiungen kaum retten, die Platte ging durch die Decke. Wer da anmerken wollte, dass sich Monáe mit ihrem irrwitzigen Stilmix, dem Wundertütenhaften ihres Debüts, vielleicht doch etwas verhoben habe, musste sich wenigstens ein paar bissige Töne gefallen lassen. Doch auch wenn die Dame aus Kansas noch immer auf die Übernahme der Weltherrschaft durch die Maschinenmenschen (ca. 2029) schwört, auch wenn ‘ The Electric Lady ‘ im Titel noch als Fortsetzung des Vorgängers markiert wird – das neue Album wirkt nun weitaus geerdeter und schlüssiger, die Künstlichkeit ist fast verschwunden oder, wie der Guardian vermutet: “Perhaps this is the drip-drip process of the android becoming human.” (mehr …)