Bloc Party, Hymns / Pias (rough trade)

Zu einfach möchte man es ihnen auch nicht machen. Bloc Party haben in den letzten Jahren ja kein sehr glückliches Bild in der öffentlichen Wahrnehmung abgegeben – nach den erneuten Soloausflügen von Sänger Kele Okereke musste sich dieser fragen lassen, ob er denn überhaupt noch Frontmann seiner eigenen Band wäre (was nach einigem Hin und Her geklärt werden konnte), es gab nach reichlich Unzufriedenheit, woraufhin wiederum das Personalkarussell kräftig rotierte. Schön war das alles nicht, auch weil nach dem letzten Album »Four« die Stammkundschaft von der Fahne zu gehen drohte, hatte sich doch die einstige Indierock-Kapelle hörbar vom ausschließlich zickig-zackigen Hochfrequenzsound zu Gunsten tanzbarer Elektronik abgewandt. Alles halb so wild, weil die Substanz bewahrt schien und »Four« bei aller Unentschiedenheit genügend Interessantes bot. Solches zu finden wird nun auf »Hymns« leider schon deutlich schwieriger. (mehr …)

Kritik: Kele Okereke – ‘ Trick ‘ (VÖ: 10.10.2014)

10_trick_picboxR_6_10Kele Okereke
Trick

 

VÖ: 10. Oktober 2014
Label: Lilac Records (rough trade)
Titel: 10
Spieldauer: 40:52

 

Im Zuge der laufenden Pause von Bloc Party, lädt uns Kele Okereke wieder in seine warme, einladende Welt der sinnlichen Tanzmusik ein. Sein zweites Soloalbum ‘ Trick ‘ gefällt mit seinen Schattierungen aus UK-Garage, pochenden R’n’B und den New Wave Synths. Das lässt sich nett nebenbei hören und zeigt einmal mehr, dass der ikonische Frontmann von Bloc Party seine Talente nicht nur im Bereich der Gitarren und der Indie-Musik findet. Seine Hände ruhen seit einigen Jahren vermehrt auf der Elektronik und begeisterte mit seinem ersten Album ‘ Boxer ‘ auch die Bloc Party Anhänger. Es begeisterten die unverwechselbaren Gesänge, emotionalen Texte und zugleich appellierte er an die elektronischen Puristen mit seinen ursprünglichen Beatstrukturen und der intelligenten Produktion. Da war so einiges geboten. (mehr …)