Kritik: Charlie, XCX Sucker

10_sucker_picboxR_7_10Charlie XCX
Sucker

 

VÖ: 13. Februar 2015
Label: Asylum Records (Warner)
Titel: 13
Spieldauer: 41:23

 

Ein dynamisches Pop-Album mit Punk-Einschlag präsentiert uns hier Carli XCX, die mit frischen und aufregenden Ideen direkt im eröffnenden Titelstück ‘ Sucker ‘ eine kleine Explosion zündet. Drückende Gitarren und verzerrte Schreie klingen wie die Verschmelzung zwischen Debbie Harry und einem kurzgeschlossenen R2-D2. “I don’t wanna go to school, I just wanna break the rules,” heißt es im Anschluss zu fetten Basslinien und aus dem Hintergrund ertönenden Chören. Ja Charlie XCX ist buchstäblich zu cool für die Schule. In ‘ London Queen ‘ schmettert sie die Zeilen, “When I’m driving down the wrong side of the road, I feel like JFK you know” mit spitzbübischer Freude durch geschmackvolle Melodien und im weiteren Verlauf merkt man, es verzichtet auf subtile Balladen. Eine kluge Entscheidung. (mehr …)

Kritik: Mumford & Sons – ‘ Babel ‘ (VÖ: 21.09.2012)

Mumford & Sons
Babel

 

VÖ: 21. September 2012
Label: Cooperative Music (Universal)
Titel: 12
Spieldauer: 54:30

 

Es ist eigentlich kaum in Worte zu fassen. Das Eröffnungsstück ‘ Babel ‘ aus dem gleichnamigen zweiten Album von Mumford & Sons beginnt mit einem Banjo-Intro und der ausdrucksstarken Absichtserklärung von Marcus Mumford: “I know my weakness, know my voice. And I believe in grace and choice”. Es sind zugleich die biblischen Anspielungen, deren Inspirationsquelle auch dem Albumtitel galt. “Like the city that nurtured my greed and my pride, I stretch my arms into the sky. I cry ‘Babel, Babel, look at me now’, and the walls of my town they come tumbling down.” Beeindruckend und absolut mitreißend. Die Erfolgsgeschichte von Marcus Mumford, Ben Lovett, Winston Marshall und Ted Dwane scheint sich auch weiterhin ungebremst und auf besondere Art und Weise der ganz eigenen Dynamik zu unterwerfen. Es ist eine ungetrübte Leidenschaft, deren vorläufige Höhepunkt im dritten Stück ‘ I Will Wait ‘ endet. “I’ll be bold as well as strong, and use my head alongside my heart” erklingt es aus den Strophen und glücklicherweise wurde hier auf die großspurigen Chorgesänge verzichtet.

 

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Kritik: Mumford & Sons – ‘ Sigh No More ‘ (VÖ: 23.10.2009)

MUMFORD & SONS
Sigh No More

 

Release: 23. Oktober 2009

Label: Island / Universal
Tracks: 12
Spieldauer: 35:47 Min

 

Mumford & Sons veröffentlichen Ihr Debüt. Es heißt ‘ Sigh No More ‘ und nun die große Überraschung: Die Platte klingt exakt so, wie man sich den Sound unter diesem biederen Bandnamen vorstellt. Sanft, ruhig, viel akustische Gitarre und bewegende Emotionen. Das sind die anfänglichen Gedanken nach den ersten Minuten zum Opener und gleichnamigen Titeltrack ‘ Sigh No More ‘ der mit den recht schmalzigen Textzeilen “Serve God love me and men/ This is not the end/ Lived unbruised we are friends/ And I’m sorry/ I’m sorry” nicht unbedingt die aufdrängenden Vorurteile beiseite kehren kann. Egal wird man sich nach dem Ende des Openers denken und selbst darüber lächeln, wie die eigenen Vorurteile mal wieder die kurzzeitig die Überhand gewinnen konnten. Grund für den rapiden Meinungswechsel über Mumford & Sons ist die unerwartete Tempoverschärfung mit einem treibenden Marcus Mumford am Schlagzeug, der auch im zweiten Stück ‘ The Cave ‘ schnell das Ruder an sich reißt. Nun hat man also die Philosophie dahinter entdeckt und wird kurz darauf zum zweiten Mal vor den Kopf gestoßen. Dieses Mal sind es die Trompeten im dritten Stück ‘ Winter Winds ‘ und den breitgefächerten Arrangements.

 

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