Kritik: London Grammar – ‘ If You Wait ‘ (VÖ: 15.11.2013)

10_ifyouwait_picboxLondon Grammar
If You Wait

 

VÖ: 15. November 2013
Label: Island (Universal)
Titel: 11
Spieldauer: 40:45

 

Da wurden Träume wahr: Seit sie sich ihrem Publikum Ende letzten Jahres mit den beiden Songs ‘ Hey Now ‘ und ‘ Metal & Dust ‘ selbst vorstellten, haben London Grammar bei Musikfans im Vereinten Königreich und darüber hinaus sehr schnell das Interesse geweckt. Die Tracks katapultierten Hannah Reid, Dot Major und Dan Rothman direkt in das strahlende Rampenlicht und nicht zuletzt durch diese Umstände entstand daraus ebenso rasant ein neuer Hype um das Trio aus Nottingham. Diese ganzen Ereignisse liegen nun schon ein knappes Jahr zurück und dementsprechend schwer war es für London Grammar, unter den ständigen Prüfungen und kritischen Augen Ihrer zahlreichen Beobachter nicht einzuknicken. Glücklicherweise haben London Grammar auf Ihrem bestehenden Sound aufgebaut und daraus einen prächtigen Reigen aus Temperament und Melodien geschmolzen, die als integralen Bestandteil die prächtige Stimme von Reid in sich tragen. (mehr …)

Kritik: London Grammar – ‘ If You Wait ‘ (VÖ: 01.11.2013)

10_ifyouwait_picboxLondon Grammar
If You Wait

 

VÖ: 01. November 2013
Label: Mos/Div.-C (Musikvertrieb)
Titel:
Spieldauer:

 

Woran liegt es eigentlich, dass junge Menschen heute manchmal so unsagbar traurige Lieder singen? Dass sie Songs schreiben, die so klingen, als hätten sie sich schon mit Anfang zwanzig von aller Lebensfreude verabschiedet, als könnten sie von nun an weder Trost noch Aufmunterung erwarten? Wie kommt es, dass der gerade mal neunzehnjährige Archy Marshall als King Krule die Branche mit einer Stimme Staunen macht, die nach so viel mehr an Erfahrung, Reife und Weltenkenntnis klingt als ebenjene kurzen zwei Jahrzehnte? Genügend Stoff für Dissertationen und Trendforschereien, in denen dann auch Hannah Reid auftauchen sollte. Das zarte, blasse Mädchen steht bei London Grammar, der heißesten Popversuchung des Jahres, am Mikrophon und sie tut dies mit einer Brillanz, einem Timbre und einer Oktavbreite, die verblüfft und begeistert. (mehr …)