Kritik: Marilyn Manson, The Pale Emperor

10_ThePaleEmperor_picboxR_6_10Marilyn Manson
The Pale Emperor

 

VÖ: 16. Januar 2015
Label: Vertigo Berlin (Universal Music)
Titel: 13
Spieldauer: 1:05:19

 

Nun also, Marilyn Manson hat wieder eine neue Platte veröffentlicht. Seine neunte übrigens. Und schon sind wir mittendrin im Dilemma. Denn genau die drei Buchstaben des Wörtchens „neu“ rufen den vielstimmigen Chor auf den Plan, der dem potentiellen Käufer das Leben schwer macht. Da haben wir den Fan, nicht kritiklos, aber wohlwollend, der fast alles kennt und doch dankend jeden neuen Takt begrüßt, den das Idol seit nunmehr zwanzig Jahren auf Tonträger pressen läßt. Übersättigung? Fehlanzeige. Dann gibt es den interessierten Gelegenheitshörer, der Manson vielleicht in der einen oder anderen Doku gesehen hat und deshalb weiß, dass der furchterregend kostümierte „Schockrocker“ (BILD) nicht ganz so tumb und dumm sein kann, wie ihn manch übermotivierte Elterninitiative gern hätte. Und zu guter letzt ist da noch der Ketzer, der mit gelangweiltem Kopfschütteln das aktuelle Album beiseite legt, weil doch ohnehin alles so klingt wie auf den zwei, drei vorangegangenen, weil Manson wirklich „Neues“ schon seit Jahren nicht zu bieten hatte. (mehr …)