Kritik: Mozes and the Firstborn – ‘ Mozes and the Firstborn ‘ (VÖ: 20.09.2013)

10_MozesandtheFirstborn_picboxMozes and the Firstborn
Mozes and the Firstborn

 

VÖ: 20. September 2013
Label: Siluh (Cargo Records)
Titel: 12
Spieldauer: 42:34

 

Als Kind verbrachte der jetzige Sänger Melle Dielesen (23) von Mozes And The First Born unzählige Stunden vor dem Fernseher und schaute sich dort den Prinz von Ägypten an. Dieser erzählt die alte Geschichte von Mozes, handelt über die zehn Plagen, über den tyrannischen Pharao und die damit verbundenen Morde der Erstgeburten im Lande. Letztlich eine eher makabre Handlung, die zusammen mit den restlichen Minuten des Film einen tiefgreifenden Eindruck auf den damals noch jungen Melle hinterließen. Als Jugendlicher ist er dann von zu Hause ausgerissen und infizierte sich in Londons Nachtclubs mit dem Rock’n’Roll Virus. Zurück im heimatlichen Eindhoven, verwandelte er seine zusammengetragenen Songskizzen in so manch unbändige Garage-Pop Nummer. ‘ Bloodsucker ‘ als eröffnender Song ist der einzige Weg in die Platte und besinnt sich auf die Grundsätze der hohen Kunst: das wichtigste ist die Gitarre, die steht nämlich im Mittelpunkt und als Zuhörer kann man sich darauf blind verlassen – die Batterien dieser Gitarre werden niemals Ihr Ende erreichen. Und in einer beunruhigenden Einfachheit kreieren Mozes and the Firstborn die perfekte Balance zwischen anschwellender Musik und charmanter Lässigkeit. (mehr …)