Kritik: New Order, Music Complete / Mute Artists Ltd (Goodtogo) (@neworder)

Ganz ehrlich: Die Messer waren gewetzt, die Hinrichtung schon vorbereitet. Einstieg über das klassische Odd-Couple-Zerwürfnis (Waters/Gilmour, Collins/Gabriel, Townshend/Daltrey waren notiert), da hätten Hook und Sumner mit ihren kindischen Sandkastenstreitereien wunderbar hineingepaßt und nach der Veröffentlichung der ersten Single “Restless”, die nun wirklich eine ziemlich schwache Nummer abgab, war die Richtung klar und das Urteil gesprochen. Nun wird man von älteren Herren und Damen in dieser Branche, nimmt man Johnny Cash, Leonhard Cohen und Marianne Faithfull mal beiseite, nicht oft überrascht, in diesem speziellen Fall muss man allerdings unumwunden der Wortmeldung von Barry Walters aus dem amerikanischen Rolling Stone folgen, der da schrieb: “Just as [Ian] Curtis’ suicide inspired his bandmates to reinvent themselves as New Order in 1980, Hook’s departure frees them to create their most varied and substantial work in decades“, Ansage – Punkt. (mehr …)